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Brauchtum in Oberösterreich

Von Maschkerern, Fetzen und Gamsjagan

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Neujahr und Winter

Es ist Neujahrstag, und ein Knall zerreißt die Luft vor dem Linzer Landhaus. Gestandene Männer begrüßen peitschenschwingend das neue Jahr. Das sogenannte "Aperschnalzen" ist gleichzeitig der Auftakt zum Brauchtumsjahr in Oberösterreich.

Es ist die letzte Rauhnacht des Winters, vom 5. auf den 6. Jänner, in der im Salzkammergut die Glöckler unterwegs sind. Mit ihren weißen Gewändern, Glocken und mit den bunt verzierten Lichterkappen laufen sie in Gruppen durch die anbrechende Nacht. Aber auch andere Regionen Oberösterreichs haben für diese Rauhnacht Bräuche hervorgebracht: Die Innviertler Maschkerer ziehen verkleidet von Tür zu Tür und spielen auf. Geduld haben muss, wer das Nebelberger Rauhnachtsingen im Mühlviertel versäumt. Dieses Spektakel findet nämlich nur alle zehn Jahre statt.

Närrisch geht es im Fasching überall zu. Aber kein Ort übertrifft diesbezüglich Ebensee im Salzkammergut. Wer daran zweifelt, sollte sich an den "Ebenseer Nationalfeiertagen" einmal selbst unters Volk mischen. Traditioneller Höhepunkt ist übrigens der Fetzenzug.

Ein besonders schöner Brauch ist der Liebstattsonntag in Gmunden. Am vierten Sonntag in der Fastenzeit schenkt man sich hier Lebkuchenherzen. Das nennt man die "Liebe abstatten" und ist ein feierlicher Festtag in der ganzen Stadt.

Frühling

Im Frühling gibt’s in Oberösterreich eine ganz Reihe von Umzügen. Angefangen von den Georgiritten im April bis zu den Fronleichnamsprozessionen, die im Salzkammergut in einer besonderen Form abgehalten werden. Dabei wird die Monstranz mit dem Allerheiligsten auf ein geschmücktes Schiff geladen und auf den See hinausgebracht. In Hallstatt, aber auch in Traunkirchen am Traunsee wird dieser Brauch vor spektakulärer Salzkammergut-Kulisse ausgetragen.

Sommer und Herbst

Das Salzkammergut pflegt sein kulturelles Erbe mit viel Ernst. Die Gamsjagatage im August gehen damit sehr kreativ, bisweilen etwas augenzwinkernd-respektlos um. Da werden dann schon einmal die Teilnehmer an einem Waffenrad-Rennen in Tracht auf den Parcours geschickt.

In Bad Ischl ist es alte Tradition, dass an jenem Montag, an dem erstmals wieder künstliches Licht zur Arbeit gebraucht wird, der Chef ein "Bratl" ausgibt. Nach diesem Brauch ist der erste Montag nach Michaeli (29. September) der "Liachtbratlmontag" benannt. Mittlerweile geht es an diesem Ischler Feiertag nicht mehr nur ums Essen. Es werden auch alle geehrt die im jeweiligen Jahr einen runden Geburtstag begehen.

Advent und Silvester

Städte und Dörfer werden in glitzerndes Licht getaucht, Lebkuchen- und Glühweinduft liegen in der Luft. Einige Orte haben sich mit ihren Adventveranstaltungen einen besonderen Namen gemacht. So etwa der Wolfgangsee oder Schloss Weinberg im Mühlviertel. DIE Christkindlstadt ist aber Steyr. Denn hier wohnt es wirklich, das Christkind. Als Wachspuppe in der barocken Wallfahrtskirche im Stadtteil „Christkindl“.

Während wenige Tage später die letzten Farben der Silvesterfeuerwerke noch am Nachthimmel verglühen, proben in Linz schon wieder die Aperschnalzer. Der Kreis schließt sich.