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Glöckler, Fetzen und Christkindlmarkt

Der Winter in Oberösterreich ist eine Hochburg des Brauchtums

Winterzeit ist Brauchtumszeit. Vom Advent über die Weihnachtszeit, vom Jahreswechsel bis in den Fasching sind es gerade die kalten Monate, die mit einer enormen Dichte an traditionellen Festen und alten Riten aufwarten können. Oberösterreich steht da keineswegs im Abseits und schickt vom Christkindl-Postamt über die Glöckler bis hin zu den Fetzen seine Brauchtums-Besonderheiten ins Rennen.

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Vorfreude ist die schönste Freude heißt es. Weshalb der Advent auch zu den stimmungsvollsten Zeiten im Jahreskreis gehört. In Oberösterreich wird er vor allem mit Advent- und Christkindlmärkten begangen, die im ganzen Land abgehalten werden. Einige davon weisen allerdings Besonderheiten auf: Der Wolfgangseer Advent zum Beispiel, der sich besonders um Tradition bemüht und den See vor St. Wolfgang mit der überdimensionalen Friedenslichtlaterne dekoriert. Der Linzer Christkindlmarkt am Hauptplatz, der einen der größten Saalplätze Europas ausfüllt. Und dann gibt's in der Vorweihnachtszeit natürlich noch Steyr. Den Wohnsitz des Christkindes mit seinen Krippen und der Wallfahrtskirche im Stadtteil Christkindl. Und mit dem Sonderpostamt, das die Briefe ans Christkind bearbeitet.

Kaum ist das neue Jahr mit dem Aperschnalzen vor dem Linzer Landhaus begrüßt, geht es auch schon weiter im Brauchtumsreigen. Die letzte Rauhnacht von 5. auf 6. Jänner ist traditionell die Spielwiese von Brauchtumsgruppen: Im Innviertel sind die "Maschkerer" unterwegs, Nebelberg zelebriert alle zehn Jahre sein einzigartiges Rauhnachtsingen.

Im Salzkammergut gehört diese Nacht Gruppen weiß gekleideter Männer, die riesige Kappen mit bunten Motiven tragen, von Innen beleuchtet, und die mit umgeschnallten Glocken durch die Orte ziehen. Die Glöckler sind eine der Eigenarten, die es nur im Salzkammergut gibt. Auch der Brauch der Kripperlroas hat hier eine Hochburg. Krippen, oft riesigen Ausmaßes, sind in Privathäusern aufgestellt und werden stolz den Besuchern präsentiert, die von Krippe zu Krippe wandern.

Untrennbar mit dem Winter verbunden ist der Fasching mit seinen rauschenden Ballnächten und närrischen Umzügen. Und wer setzt dem wilden Treiben in Oberösterreich erneut die Krone auf? Richtig, das Salzkammergut, genauer gesagt Ebensee am Traunsee. An den "Ebenseer Nationalfeiertagen" sind nämlich die "Fetzen" los, ausgelassene Narren, verkleidet - wie der Name schon andeutet - in bunten Fetzen(=Lumpen)kostümen und hinter geschnitzten Holzmasken versteckt. Erst am Aschermittwoch kehrt mit dem Faschingverbrennen wieder Normalität ein. Die folgende Fastenzeit bereitet das Osterfest vor. Das ist dann allerdings schon wieder im Frühling.