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/ In Oberösterreichs Stiften wird in Jahrhunderten gedacht

In Oberösterreichs Stiften wird in Jahrhunderten gedacht

Klostertradition verpflichtet

Nur weniges in der Geschichte der Menschheit hat so lange Bestand wie die christlichen Klöster. Manche, wie etwa das im Jahr 777 gegründete Benediktinerstift Kremsmünster in Oberösterreich, haben selbst ihren tausendsten Geburtstag schon seit ein paar Jahrhunderten hinter sich. Sie haben ganze Dynastien kommen und gehen gesehen, haben den Bau und der Verfall von Burgen und Schlössern erlebt. Und es gibt sie immer noch - als wertvolle Konstanten im geistigen und kulturellen Leben Oberösterreichs.

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Benediktiner und Zisterzienser, Augustiner und Prämonstratenser Chorherren, Trappisten, Franziskaner und viele andere Orden - sie prägten Oberösterreich mit ihren Klöstern nachhaltig. Sie rodeten und kultivierten das Land. Das Stift Schlägl im Böhmerwald trägt diesen Vorgang etwa ganz prominent im Namen. Sie gaben Reisenden Unterschlupf. So ist es etwa kein Zufall, dass die Donauklöster Engelszell, Wilhering und St. Florian eine gute Tagesreise voneinander entfernt waren. Das ehemalige Stift in Spital am Pyhrn war eine letzte Station vor der Überquerung des Pyhrnpasses nach Süden. Sie pflegten und pflegen die Kultur. Es war nicht zuletzt die Atmosphäre des Stiftes St. Florian, die Anton Bruckner zu einem der größten Komponisten heranreifen ließ. Und sie verschreiben sich bis heute der großen Aufgabe der Seelsorge. Die Betreuung von Pfarren gehört etwa in den Chorherrenstiften Reichersberg, St. Florian und Schlägl immer noch zu den Hauptaufgaben.

Klöster und Stifte in Oberösterreich sind keine verschlossenen Orte. Die Kunstschätze, die sie über Generationen angehäuft haben präsentieren sie auch einer breiten Öffentlichkeit. Die prächtigen Klosteranlagen sind mehr als nur Baudenkmäler, sie sind weithin sichtbare Wahrzeichen Oberösterreichs. Der Kremsmünsterer Tassilokelch oder die romanischen Fresken im Stift Lambach sind Kulturgüter, die auch international keinen Vergleich scheuen müssen. Die Ordensgemeinschaften stehen allerdings auch mit beiden Beinen im Hier und Jetzt und sind zu wichtigen Wirtschaftsfaktoren geworden. Wenn im Stift Schlägl Bier gebraut wird und im Stift Schlierbach der von Kennern geschätzte Käse produziert wird, dann sind das Zeichen regionaler Verwurzelung und Identität. Und eine Absicherung für kommende Zeiten. Denn das Denken in weit mehr als einer Generation ist den Klöstern seit jeher eingeimpft und ein Garant dafür, dass sie auch in Zukunft noch existieren und lebendig sind.