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Reiserouten und Themenstraßen


Wo ein Thema, da eine Straße

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So will es zumindest der Volksmund wissen. Was aber, wenn die Reise - oder besser gesagt seine Route - dem Reisenden etwas erzählt? Dann ist er vermutlich auf einer Themenstraße durch Oberösterreich unterwegs. Was nicht heißt, dass es dann daheim keine spannenden Berichte gäbe. Eher ganz im Gegenteil.

Foto: OÖ Tourismus/Wiensehofer: Hinterglasmuseum Sandl: Buntes Hinterglasbild mit kirchlichem Motiv in der Werkstätte des HinterglasmuseumsFoto: OÖ Tourismus/Wiensehofer: Hinterglasmuseum SandlFoto: OÖ Tourismus Marketing/Höfer: Barocke Silberzeile in Schärding, die Häuserfassaden leuchten in gelber, roter und blauer FarbeFoto: OÖ Tourismus Marketing/Höfer: Barocke Silberzeile SchärdingFoto: OÖ Tourismus/Bohnacker: Grein mit Schloss Greinburg: Im Vodergrund der Greiner Donauhafen mit Blick auf das Schloss Greinburg und das Schifferörtchen GreinFoto: OÖ Tourismus/Bohnacker: Grein mit Schloss GreinburgFoto: OÖ Tourismus/Bohnacker: Stift Engelszell bei Engelhartszell mit Blick auf die DonauFoto: OÖ Tourismus/Bohnacker: Stift Engelszell bei EngelhartszellFoto: OÖ Tourismus/Stankiewicz: Ortsansicht von Hallstatt mit Hallstätter SeeFoto: OÖ Tourismus/Stankiewicz: Hallstatt am HallstätterseeFoto: OÖ Tourismus/Erber: Tal der Feitlmacher: Eine überdimensionale Skulptur eines Taschenmessers steht auf einer grünen Wiese, 2 Radfahrer fahren dahinter vorbeiFoto: OÖ Tourismus/Erber: Tal der FeitlmacherFoto: OÖ Tourismus/Enzlmüller: Flügelaltar Pfarrkirche Kefermarkt: Altarraum mit spätgotischem Flügelaltar der Pfarrkirche KefermarktFoto: OÖ Tourismus/Enzlmüller: Flügelaltar Pfarrkirche KefermarktFoto: OÖ Tourismus/Heilinger: Stadtplatz von Freistadt im MühlviertelFoto: OÖ Tourismus/Heilinger: Freistadt im Mühlviertel

Sie folgen alten Reisewegen, führen dorthin, wo sich herausragende Kunstschätze verbergen oder beleuchten Regionen alten Handwerks und Gewerbes. Die Rede ist von den großen Themenstraßen in Oberösterreich. In jedem Fall sind sie Reiserouten mit viel Kultur. Das Mühlviertel nördlich der Donau ist eine echte Hochburg der Themenstraßen. Zum Beispiel haben hier unglaubliche Schätze der Gotik die späteren Wellen der Barockisierung überlebt und sind heute Stationen auf der Mühlviertler Gotikstraße rund um Freistadt. Wer vor dem fein ziselierten Schnitzereien des Kefermarkter Flügelaltares steht, der ahnt noch nicht, dass im Verlauf der Route in Waldburg noch eine Kirche mit gleich drei solchen Kunstwerken wartet. Ausgangs- und Endpunkt ist natürlich Freistadt, das mit seinen alten Kirchen, dem Schloss und der Stadtbefestigung selbst ein lebendiges Denkmal der Gotik ist.

Die Weberei kennt im Mühlviertel eine lange Tradition. Von Schwarzenberg bis Weitersfelden, quer durch die ganze Region, folgt die Mühlviertler Weberstraße den Relikten dieses Metiers. Stationen sind etwa Firmen, die heute noch diesem Gewerbe oder das Färbermuseum in Gutau. Ein Nebenprodukt der Leinenerzeugung ist übrigens das in Haslach hergestellte Mühlviertler Leinöl, ein Klassiker der regionalen Küche. Wie überhaupt das Mühlviertel eine Region ist, in der alte Traditionen gelebt und das Andenken an vergangenes Handwerk hoch gehalten wird. Die Mühlviertler Museumsstraße zwischen Windhaag und Pregarten gibt hier einen guten Überblick. Da wird gewebt, gesägt, gefärbt was das Zeug hält und in Sandl die Tradition der Hinterglasbilder gepflegt.

Was die Weberstraße den Textilfreunden ist die Eisenstraße den Anhängern handfester Werkstücke. Sie folgt den Spuren der "Schwarzen Grafen", der legendären Hammerherren, in die Täler von Enns, Steyr und Krems. Im Südosten Oberösterreichs wurde das Eisen des Erzbergs auf dem Wasserweg angeliefert. Die erwähnten Flüsse trieben die Schmiedehämmer an und auf den Ambossen entstanden Produkte, die in ganz Europa gefragt waren: Die legendären "blauen Sensen", Nägel aus Losenstein, Messer aus Steinbach an der Steyr, die berühmten "Feitel" aus Ternberg, die Maultrommeln aus Molln und vieles andere mehr. Schwerter und Harnische aus Molln sind übrigens auch im 21. Jahrhundert noch gefragt. Wo? Zum Beispiel bei der Schweizergarde des Vatikans.

Einer der ältesten Reisewege Mitteleuropas ist die Donau. Der Strom war schon klassische West-Ost-Verbindung in Zeiten, in denen befestigte Straßen auf solchen Distanzen reiner Luxus waren. Gekrönte Häupter reisten auf der "Straße der Kaiser und Könige", ein Name unter dem sich die Donau zwischen Neumarkt in der Oberpfalz und Budapest für Kulturreisende anbietet. Mächtige Burgen schützten in Oberösterreich den Handels- und Reiseweg Donau, Klöster boten ihre Gastlichkeit an, Städte und Märkte profitierten von ihrer Lage am Fluss.

Wer schließlich Sinn fürs Idyllische beweist, der ist auf der Österreichischen Romantikstraße gut unterwegs. Von Salzburg bis Wien führt sie an die lauschigsten Plätze des Landes. Mondsee, St. Wolfgang, Hallstatt, Bad Ischl, der Traunsee mit Gmunden, Wels, Steyr, St. Florian und Grein - alleine dieser unvollständige Auszug aus Oberösterreichs Orten an der Romantikstraße zeigt schon, hier ist Eile mit Weile angesagt. Denn jeder der Zwischenstopps hat alleine schon so viele Geschichten zu erzählen, dass ein längerer Aufenthalt unbedingt zu empfehlen ist.

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