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Der Mühlviertelradweg

Grenzerfahrungen im hohen Norden

Es ist ein geheimnisvolles Land, das Mühlviertel. Dichte Wälder, Granitfindlinge, mächtige Burgen und Ruinen. Es hält für Radlerwaden die eine oder andere Herausforderung bereit, ist es doch alles andere als gerade und eben. Aber seien wir uns ganz ehrlich, das wollen wir doch gar nicht. Wir suchen einen Radweg mit Charakter. Den Mühlviertelradweg.

Der Mühlviertelradweg führt unmittelbar in die geheimnisvolle und mystische Granitlandschaft des Mühlviertels. Der Radweg bietet sportlichen Radlern immer wieder fordernde Steigungen. An seinem Ausgangspunkt in Kramesau ist er an den Donauradweg angebunden, und gleich in der ersten Etappe nach Neustift heißt es ordentlich in die Pedale treten. Gilt es doch, aus den Niederungen des Donautales ins Hochland des Mühlviertels vorzustoßen.

Im Böhmerwald ist schließlich das Grenzland zu Tschechien erreicht. Aigen-Schlägl mit seinem großen Prämonstratenser Chorherrenstift und Schwarzenberg mit dem Holzskulpturenpark sind Stationen auf dem Weg in den Webermarkt Haslach. In einem eigenen Museum wird hier die lange Tradition der Leinenweberei dokumentiert. Immer in der Nähe der Grenze geht’s weiter nach Osten. In Bad Leonfelden bietet sich ein Zwischenstopp mit Besuch im Schulmuseum und bei der Schwedenschanze aus dem 30jährigen Krieg an.

In Windhaag bei Freistadt sollten vor allem Fan klassischer Musik noch einmal absteigen. In diesem Dorf wirkte nämlich der später berühmte Komponist Anton Bruckner als Lehrer, woran das Brucknerstüberl im Alten Schulhaus erinnert. Ebenfalls auf der Route des Mühlviertelradweges liegt der Ort Sandl, ein Zentrum der bäuerlichen Hinterglasmalerei. Im Hinterglasmuseum werden die Geheimnisse dieser Kunstform offenbart. Vorbei am Schloss Rosenhof mit den malerischen Rosenhofteichen führt der Mühlviertelradweg nach Liebenau.

Wenige Kilometer danach besteht die Möglichkeit nach Osten ins Waldviertel abzuzweigen.

Der Mühlviertelradweg selbst schwenkt nach Süden und endet im romantischen Donaustädtchen Grein am Donauradweg. Sehenswert: Das Schloss Greinburg und das an Kuriositäten reiche Alte Stadttheater.