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Weihnachten in Oberösterreich abseits der Adventmärkte

Kripperlroas, Kerzenziehen und Weihnachtspost

Die Wochen vor Weihnachten gelten vielen Menschen als die schönste Zeit im Jahr. Auch wenn im 21. Jahrhundert der Advent oft zu einer Zeit hektischer Festvorbereitungen mutiert ist, so gibt es sie in Oberösterreich immer noch - die Rückzugsgebiete in die Besinnung und weihnachtliche Stimmung. Dabei muss es nicht immer ein Advent- oder Weihnachtsmarkt sein, wo der Duft von Lebkuchen und Bartwürsteln zwischen Hütten mit traditionellem Kunsthandwerk in die Nase steigt. Hier einige Tipps, wo sich in Oberösterreich abseits klassischer Christkindlmärkte besinnliche Weihnachtsstimmung finden lässt.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Wo das Christkind wohnt

Wer erinnert sich nicht gerne an die Kindheit, als an dunklen Adventabenden die berühmten "Briefe ans Christkind" auf Papier gekritzelt wurden. Die Herzenswünsche, auf Fensterbrett gelegt, verschwanden dann meist rätselhaft über Nacht, abgeholt von einem Engel. Wenige aber wissen, dass das Christkind tatsächlich eine Postadresse hat und dass diese in Oberösterreich liegt. Der Steyrer Stadtteil Christkindl ist ein alter Wallfahrtsort, an dem seit 1950 jedes Jahr im Advent das Weihnachtspostamt seine Pforten öffnet. Hier wird Weihnachtspost mit den begehrten Sonderstempeln versehen - zuletzt mehr als 2 Millionen Briefe und Karten pro Saison. Nebenan hat das Christkind seinen Wohnsitz - als kleine Wachspuppe in der barocken Wallfahrtskirche. Und auch die Krippen von Christkindl sind einen Abstecher wert.

Auf den Spuren der Krippen

Das Salzkammergut ist eine der Hochburgen des Krippenbrauchtums. Mit viel Liebe zum Detail und außergewöhnlicher Kunstfertigkeit arbeiten die Krippenbesitzer an ihren Schätzen, die oft zu enormen Ausmaßen anwachsen. Zu Weihnachten werden sie dann in einem prominenten Raum des Hauses aufgestellt. Was ist aber die schönste Krippe wert, wenn sie nicht gesehen und bestaunt wird? Deshalb hat sich rund um die prächtigen Krippen - vor allem in Ebensee und Bad Ischl - das Brauchtum der Kripperloras entwickelt. Die Menschen ziehen von Haus zu Haus, bewundern die Krippen-Kunstwerke und hinterlassen oftmals eine kleine Spende für den "Bauherrn". Besonders stimmungsvoll wird der Tag, wenn es mit dem Pferdeschlitten hinaus aus dem Ort zu den entlegeneren Bauernhäusern geht. Die Kripperlroas ist allerdings keine Veranstaltung nur für Einheimische. Auch Gäste sind auf der "Tour de Kripperl" gerne gesehen.

Weihnachtskerzen selbst gemacht

Adventzeit in Linz. Die Landstraße erstrahlt in Lichterglanz, die Shoppingmeile pulsiert. Ganz Linz fiebert dem Fest entgegen. Ganz Linz? An einem kleinen und feinen Rückzugsort hat die Magie des Weihnachtsfestes festgesetzt und zaubert unentwegt dieses berührende Glänzen in die Augen der Kinder. Das Linzer Kerzenziehen im Gewölbe des Hotel Wolfinger am Hauptplatz weckt vor allem im Nachwuchs ungeahnte Ressourcen an Geduld. Denn diese ist gefragt, wenn die selbst gemachte Kerzen nach jedem Mal eintauchen im flüssigen Wachs nur unmerklich größer wird. Der unwiderstehliche Duft des Bienenwachses füllt den Raum und stolz packen die kleinen Kerzenprofis ihre Werke ein, sobald sie fertig sind. Noch dazu kommt der Erlös aus dem Verkauf der selbst gezogenen Kerzen einem guten Zweck zu. Das ist eben der lebendige Weihnachtsgedanke.

Licht wärmt den Menschen gerade in jener Jahreszeit das Herz, in der die Tage am kürzesten sind. Mit "Lichtspielen" kommt Schärding am Inn dem Bedürfnis nach Leuchten und Farben in der Dunkelheit entgehen. Lichtinstallationen tauchen die Stadt bei Einbruch der Dunkelheit in eine angenehm-weihnachtliche Atmosphäre. Verschiedene Perspektiven auf das Lichtspektakel ergeben sich bei den Lichtspiele Stadtführungen und vom Inn aus bei einer Lichtspiele Schifffahrt.

Stille Nacht, heilige Nacht

Es ist einer der bewegendsten Momente des Heiligen Abends: Wenn in der Kirche das Licht ausgeht und im bis auf den letzten Platz besetzten Raum die ersten Worte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht" erklingen. Ihren Siegeszug um die Welt traten diese Zeilen vor fast 200 Jahren aus dem oberösterreichisch-salzburgischen Grenzraum an. Für die Melodie, die heute rund um den ganzen Globus weihnachtliche Stimmung verbreitet, zeichnete im Jahr 1818 der Komponist Franz Xaver Gruber verantwortlich. Geboren wurde dieser im oberösterreichischen Innviertel, in Hochburg-Ach. Dort wird der berühmte Sohn der Gemeinde heute entsprechend geehrt. Das Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus ist sowohl in seinem Äußeren als auch in der Innenausstattung dem Geburtshaus des Tonsetzers nachempfunden. Und in der Pfarrkirche von Hochburg-Ach erinnert die Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnisorgel an den Schöpfer der Stille-Nacht-Melodie.

Ein Leuchten in der Rauhnacht

Zu keiner Jahreszeit sind die Nächte dunkler und länger als rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Besonders die sogenannten "Rauhnächte" sind wichtige Termine für altes Brauchtum. In der letzten Rauhnacht, vom 5. auf den 6. Jänner, haben im Salzkammergut die Glöckler ihren großen Auftritt. Weiß gekleidete Männer, mit ebenso prachtvollen wie schweren Lichterkappen auf ihren Köpfen und mit Glocken gegürtet ziehen durch die Orte. Sie sind in Gruppen - sogenannten Passen - unterwegs. Die Glöcklerkappen werden von den aktiven Glöcklern in aufwändiger Handarbeit selbst hergestellt. Wenn sie dann zum Einsatz kommen, leuchten sie von Kerzen erhellt in die finstere Rauhnacht hinaus. Vor allem der Traunsee und hier wiederum der Salinenort Ebensee ist ein Zentrum des Glöckelns, das sich von hier aus auf das ganze Salzkammergut ausgebreitet hat. Was eben nicht nur gelebtes Brauchtum ist, sondern auch ein präschtiges Spektakel zum Zuschauen.