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Apfel und Birn, gemeinsam im Glas

Der Most steht für Oberösterreich, wie kaum ein zweites Produkt

Er ist erfrischend. Sein herber und zugleich fruchtiger Geschmack ist sein unverwechselbares Markenzeichen. Einmal wird er aus Birnen, dann wieder aus Äpfeln und immer wieder auch aus beiden gemeinsam hergestellt. Er steht so typisch für Oberösterreich wie kaum ein anderes Produkt der heimischen Landwirtschaft. Insofern ist er der nahezu ideale Durstlöscher auf dem Weg durch Oberösterreich.

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Oberösterreich-Kenner wissen sicher schon, von wem hier die Rede ist. Vom Most, jenem leicht alkoholischen Getränk, das in seinen Ursprüngen die Bauern bei der harten Feldarbeit erfrischte. Die Arbeit bleibt an dieser Stelle allerdings garantiert außer Betracht. Denn im beginnenden 21. Jahrhundert ist es die Mostschenke, in der das edle Getränk in durstige Kehlen fließt. Dort findet der spritzige Most traditionell in einer klassischen Jause mit je nach Region unterschiedlichen Schmankerln seine ideale Begleiterin. Saison hat er übrigens immer, wenn auch der Frühling eine herausragende Mostjahreszeit ist. Denn dann kommen im ganzen Land die Produzenten und die Mosttrinker zusammen, um den neuen Most zu probieren und auch zu beurteilen. "Mostkosten" werden diese Rituale genannt, zu denen Landauf, Landab die Menschen zusammenkommen. Ein echtes Highlight im oberösterreichischen Jahreskreis.

Viele Wege führen zum Most

Nun ist es allerdings nicht von Natur aus so, dass jeder Winkel im Land ob der Enns auch gleich eine Hochburg des Mostes ist. Wer sich also anschickt, auf den Spuren des Mostes zu wandeln, der wähle seine Route mit Bedacht. Eine sichere Bank in Sachen Vergorenes und Saft aus Apfel und Birne ist das wellige Terrain der Voralpen südlich und westlich der Landeshauptstadt Linz. Knorrige, steinalte Bäume, auf denen die kleinen grünen Äpfelchen und Birnchen reifen säumen hier oftmals den Weg und prägen die typische Kulturlandschaft. Sie gehören zu ebenso alten wie traditionsreichen Mostobstsorten. Auch rund um Eferding und im Hausruck, besonders aber im Naturpark Obst-Hügel-Land rund um St. Marienkirchen an der Polsenz und Scharten begegnet man jenen Bauernhöfen, die von diesen oft krumm wachsenden Bäumen umstanden sind. Nicht umsonst ist das Mostmuseum in St. Marienkirchen beheimatet.

Doch auch außerhalb des geographischen Herzens Oberösterreichs verstehen sich kundige Bauern auf die Herstellung von Mosten und Obstsäften höchster Qualität. Die Reise ins Kremstal etwa führt an den Stiften Kremsmünster und Schlierbach vorbei direkt in ein Zentrum des Mostgenusses.

Pause machen für den Genuss

Auch im donaunahen Mühlviertel lädt die eine oder andere Mostschenke dazu ein, eine Pause einzulegen. Im Mostmuseum beim "Wirt z´Trosselsdorf" in Neumarkt im Mühlkreis wird sogar die Mostproduktion von Einst lebendig. Gerne lässt sich der Genießer im Schatten der Obstbäume nieder, bestellt sich sein Glas Most oder Apfelsaft und gibt sich in Zufriedenheit der Vorfreude auf die soeben georderte Jause hin. Denn schließlich ist die Zeit ein kostbares Gut. Und was lohnt sich mehr, als die Freizeit als schönstes Guthaben auf diesem Konto, dem bewussten Genuss zu widmen. Jetzt bei der Mostjause.