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Nationalpark Kalkalpen

Ein Urwald mitten in Europa. Das mag sonderbar klingen, ist aber so.

Die Rede ist vom Nationalpark Kalkalpen, der im Südosten Oberösterreichs die Höhenzüge des Reichraminger Hintergebirges und des Sengsengebirges umfasst. Ein nahezu 21.000 Hektar großes Areal mit Bergwäldern, die zum Teil bereits vollständig sich selbst überlassen sind. Der Urwald erobert Stück für Stück den Nationalpark zurück.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Könnte man von oben auf den Nationalpark Kalkalpen herunterschauen, er würde wirken wie ein Meer aus Wald. Das Reichraminger Hintergebirge gehört zu den größten geschlossenen Waldgebieten Österreichs. Keine Straße, keine Eisenbahn durchschneidet es. Unter dem Blätterdach verborgen zieht sich nur ein Netz alter Forststraßen und Triftsteige. Sie erinnern daran, dass die Wälder einst ein reiches Reservoir an Brennholz waren und die Schmiedeessen der Hammerwerke im nahen Ennstal befeuerten. Doch selbst die Gleise der alten Waldbahn sind verschwunden, ihre Trasse samt Tunnels ist heute ein Radweg, der das Hintergebirge als Erholungsraum erschließt. Üppig ist das Grün der Wälder und der Almen. Denn Wasser ist im Nationalpark Kalkalpen reichlich vorhanden. Wie ein Schwamm saugen die Kalkstöcke der Berge den Regen auf und geben das wertvolle Nass in unzähligen Quellen und Bächen wieder frei.

Bewirtschaftet werden die Wälder im Herzen des Nationalparks, in der Wildniszone, nicht mehr. Sie sind sich selbst überlassen. Tote Bäume stürzen um und geben mit ihrem Holz neuem Leben Nahrung. Seltene Tiere und Pflanzen erhalten auf diese Weise ein Refugium, das seinesgleichen sucht. Über den Gipfeln – der höchste im Sengsengebirge ist der Hohe Nock mit 1.963 Metern – kreisen Adler. Im nächtlichen Unterholz schleicht der geheimnisvolle Luchs herum. Im Geröll der Berghänge klettern Gämsen.

Ein Naturschutzgebiet, also betreten verboten? Ganz im Gegenteil, ist der Nationalpark Kalkalpen ein bedeutender Erholungsraum, das Naturerlebnis gehört zum Programm. Wanderwege durchziehen die Berghänge, Forststraßen sind als Reit- sowie Rad- und Mountainbikewege freigegeben. So kann jeder sein ganz individuelles, sportliches Wildnis-Erlebnis in Angriff nehmen. Nur der Luchs, der wird sich mit ziemlicher Sicherheit nicht zeigen. Er entfaltet seinen Mythos auch viel besser im Verborgenen.