Ihre Anfrage

Bitte alle mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Mit dem Klick auf den Sende-Button stimme ich zu, zu den Oberösterreich Reise- und Freizeit Newsletter von Oberösterreich Tourismus GmbH an meine E-Mail-Adresse zu erhalten und akzeptiere, dass meine persönlichen Daten (E-Mail-Adresse, Anfrage; optional: Anrede, Titel, Vorname, Nachname, Telefon) bis auf Widerruf gespeichert und automationsunterstützt verarbeitet werden. Ihre bekannt gegebenen Daten werden ausschließlich für den Newsletter-Versand verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit und kostenlos wieder von diesem Newsletter abmelden. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.

Ihre bekannt gegebenen Daten (E-Mail-Adresse, Anfrage; optional: Anrede, Titel, Vorname, Nachname, Telefon) werden von Oberösterreich Tourismus GmbH ausschließlich für die Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet und nur dann weitergegeben, wenn die Anfrage von Dritten (z.B. touristische Leistungsträger) zu beantworten ist. Siehe auch Datenschutzerklärung.

Wildtierfütterung beim winterlichen Naturschauspiel im Nationalpark Kalkalpen

Der mit dem
Hirsch tanzt...

Regisseur des Naturschauspiels

Es ist 3:00 Uhr in der Früh und stockfinster. Der Nebel hängt über dem Forsthaus Bodinggraben. Michael Kirchweger kann seinen Atem in der eisigen Nachtluft sehen. Sein Arbeitstag beginnt hier und jetzt. Er ist Gebietsbetreuer des Nationalparks Kalkalpen. Neben Jagd und Arbeit im Wald begleitet er Touristen bei der Rotwildfütterung. Ein Naturschauspiel der ganz besonderen Art, bei dem Kirchweger gerne Regie führt. Denn den Bodinggraben kennt er wie seine Westentasche.

Wenn im Lexikon neben dem Wort "Naturfreund" ein Foto wäre, dann fände man dort vermutlich das Bild von Michael Kirchweger: Steirerhut und Trachtenjanker sitzen locker, der Händedruck ist dafür fest und die Augen strahlen wach und eisblau. Kirchweger ist Forstfacharbeiter, Berufsjäger, Tischler, Hobby-Biologe, Naturbeobachter, Touristenführer und Achtfach-Vater. Sein Arbeitsplatz: 7.000 Hektar Wald, Wasser und Wiesen in den oberösterreichischen Voralpen. Das Gebiet, das er betreut entspricht einer Fläche von rund 10.000 Fußballfeldern.

Das Forsthaus

Mit Ehefrau Erni wohnt Michael Kirchweger in einer Dienstwohnung im Forsthaus im Bodinggraben. Das Haus steht in unberührter Natur, 20 km vom nächsten Ort entfernt und 7 km vom nächsten Nachbarn.

Das Haus hat eine lange Geschichte: 1666 kaufte Reichsgraf Maximilian Lamberg den Graben. 1830 ließ Eugen Fürst von Lamberg ein Haus als Dienstsitz für seine Jäger und als Unterkunft für Gäste errichten. Bis 1936 wurde es von der adeligen Familie genutzt. Vor mehr als 10 Jahren ließen die Österreichischen Bundesforste das Forsthaus mit seiner historischen Einrichtung um 1,1 Millionen Euro aufwändig sanieren. Seitdem wird es auch als Museum geführt.

Forsthaus im Bodinggraben

Das Forsthaus im Bodinggraben: Der nächste Nachbar ist sieben Kilometer entfernt.

"So ein Nationalpark hat eine besondere Philosophie. Der Mensch greift nicht ein. Manche schütteln dann den Kopf, wenn sie Bäume sehen, die nicht für Profit gefällt, sondern dem Kreislauf des Lebens  überlassen werden. Aber bei uns geht's nicht um Gewinn, bei uns geht's um das Ökosystem", sagt Kirchweger.  

Michael Kirchweger macht sich auf zur Wildtierfütterung in den Nationalpark Kalkalpen

Kreislauf des Lebens

Vielfältig ist nicht nur der Nationalpark, sondern auch die Veränderung der Natur über die Jahre. 1997 wurde der Park unter Naturschutz gestellt. Und seither gab es viele Transformationen: "Wir fahren ja nicht mit schweren Maschinen in den Wald. Darum wird der Boden nicht verwundet." Diese Herangehensweise kennt nicht nur in der Fauna seine Gewinner, sondern auch in der Flora. Es gibt 40 Käferarten, die vom Totholz abhängig sind. Wie der Alpenbockkäfer, der im Totholz der Buchen seine Eier ablegt. Das weiß auch der Weißrückenspecht und sucht sie eifrig.

Wen der Specht dann noch aller anlockt, das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Faktum ist, Rehe, Gämse und das scheue Rotwild fühlen sich hier in dieser Arche Noah besonders wohl. Und auch der Luchs hat es sich im Nationalpark wieder gemütlich gemacht. (siehe dazu: Wandern am Luchstrail) "Wenn Touristen zu uns kommen, dann sind sie oft von der Ruhe fasziniert", erzählt Michael Kirchweger, der die Rotwildfütterungen von Anfang Jänner bis Ende Februar gerne mit Besuchern durchführt.


Wenn Bäume natürlich sterben, dann entwickelt sich wieder Neues. Es gibt mehr Vielfalt und Vielfalt ist immer gut für den Menschen.

Lernen von der Natur

"Geduld, Flexibilität, Durchhaltevermögen und die Erkenntnis, dass man nicht alles im Leben steuern kann. Das sind die Dinge, die uns die Natur lehrt. Man muss halt hinschauen und hinhören, was sie  alles erzählt", sagt Michael Kirchweger. Seine Erkenntnisse?


Ich habe den Himmel auf Erden. Ob das Leben gut oder schlecht ist, das entscheiden wir ja in Wahrheit selber.

Rotwildfütterung

Seit dem Verschwinden des Braunbären aus den Wäldern Mitteleuropas ist der Rothirsch das größte Säugetier. Man nennt ihn nicht umsonst den König des Waldes. Ein ausgewachsener Rothirsch hat ein spektakuläres Geweih und wiegt zwischen 170 und 220 Kilo. Bei den Naturschauspiel-Führungen von Michael Kirchweger kann man die Tiere von einem Hochstand beobachten. Sie kommen bis zu 50 Meter nahe.

Übrigens: Der Legende nach, können am 24. Dezember spät abends die Tiere sprechen. Ob sie dann allerdings auch Weihnachtslieder singen, ist nicht überliefert.

Wildtierfütterung beim winterlichen Naturschauspiel im Nationalpark Kalkalpen

Naturschauspiele
im Winter

Play

Mehr zum Nationalpark Kalkalpen