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Dieser Herbst wird ein heißer sein


Das Oberösterreich-Pflichtprogramm für die bunte Jahreszeit

Für viele ist der Herbst die schönste Jahreszeit. Das Licht der tiefer stehenden Sonne zaubert eine ganz eigene, melancholische Stimmung. Die sich verfärbenden Blätter verwandeln Wälder in ein Farbenmeer. Aufsteigender Dunst hüllt die Berge morgens in zarte Schleier, bevor sich die Sonne Bahn bricht. Keine Frage, nicht zuletzt aus diesen Gründen ist Herbstzeit Wanderzeit. Und doch nicht nur. Denn es gibt viele Gründe warum Oberösterreich im Herbst eine Reise wert ist. Hier unsere Highlights!

Foto: OÖ. Tourismus: GowilalmFoto: OÖ. Tourismus: GowilalmFoto: Mühlviertler Alm/Röbl: WeidegansFoto: Mühlviertler Alm/Röbl: WeidegansFoto: OÖ. Tourismus: Herbstkulinarik in OberösterreichFoto: OÖ. Tourismus: Herbstkulinarik in OberösterreichFoto: OÖ. Tourismus: AlmjauseFoto: OÖ. Tourismus: AlmjauseFoto: Donau OÖ: DonausteigFoto: Donau OÖ: DonausteigFoto: TV Linz/Röbl: BrucknerbüsteFoto: TV Linz/Röbl: BrucknerbüsteFoto: TV Linz/Röbl: Brucknerhaus LinzFoto: TV Linz/Röbl: Brucknerhaus LinzFoto: Franz Sperrer: Start beim WolfgangseelaufFoto: Franz Sperrer: Start beim WolfgangseelaufFoto: Donau OÖ/Weissenbrunner: DonausteigFoto: Donau OÖ/Weissenbrunner: DonausteigFoto: OÖ. Tourismus/Fersterer: BrucknerorgelFoto: OÖ. Tourismus/Fersterer: Brucknerorgel

Rauf auf die Alm, rein ins Vergnügen

Die Herbstmonate sind die Hochsaison für Wanderer. Wohin aber soll es gehen, wenn es zwar in den Waden juckt, aber gleichzeitig eine Gipfeltour doch zu hoch gegriffen ist? Die Antwort ist ganz klar: Auf die Alm. Die Alm als traditionelle Form der Weidewirtschaft gehört zu Oberösterreichs Bergregionen wie die Butter auf das Brot. Und ja, auch Letzteres, unbestreitbar wichtiger Teil jeder Jause, gehört bei der Almwanderung einfach dazu. Noch besser schmeckt die kulinarische Erfüllung einer jeden Almtour, wenn die Produkte direkt aus der eigenen Erzeugung kommen. Wenn also die Alm noch richtig mit Milchkühen bewirtschaftet wird oder zumindest vom eigenen Bauernhof im Tal stammen. Wo das der Fall ist?

Ein Klassiker unter den Almen im Nationalpark Kalkalpen ist die Ebenforstalm, eine Insel der Zivilisation mitten im Waldmeer des Reichraminger Hintergebirges. Unter den Gipfeln von Alpstein und Trämpl empfängt Schwoagerin Anneliese Wanderer mit Selbstgemachtem. Auch ein Fixstern am oberösterreichischen Wanderhimmel ist die Gowilalm in Spital am Pyhrn. Auf dem Almbalkon der Haller Mauern in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel kommen Schmankerl vom hauseigenen Bio-Hof auf den Tisch. Ein Tipp für Bergsteiger: Die Hütte ist der ideale Ausgangspunkt für eine Tour auf den 2.023 Meter hohen Kleinen Pyhrgas. Dafür stärkt man sich vorher am besten mit Kaiserschmarrn - auf den schwört nämlich auch die aus Spital stammende Profibergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner.

Auch im Salzkammergut schwört der versierte Wanderer auf den Flair der Alm. Und er findet ihn beispielsweise auf der Plankensteinalm, auf 1.530 Höhenmetern über Gosau. Der Almboden zwischen dem Plassen - dem Salzberg Hallstatts - und dem Dachstein ist nach wie vor bewirtschaftet. Die Kühe verspeisen Gras und Almkräuter und bedanken sich dafür mit Milch, die gleich hier droben zu Käse verarbeitet wird. Und den wiederum genießen die Wanderer nach ihrem Aufstieg zur Hütte. Unbedingt empfehlenswert ist aber auch der Abstecher zum nahen Wildereransitz - atemberaubende Ausblicke auf Hallstatt inklusive.

Ein Blick auf die Donau

Wandern ja, Berg nein. Wer diese beiden Fragen so beantwortet, der sollte im Herbst eine Wanderung auf dem Donausteig ins Auge fassen. Der große Strom wälzt sich unbeeindruckt von Lauf der Jahreszeiten nach Osten, während sich seine Ufer am herbstlichen Farbenspiel beteiligen. Ein Geheimtipp: Das Obere Donautal zwischen Passau und Aschach, mit seinen hoch aufragenden, bewaldeten Uferhängen. Auf dem Donausteig zwischen Schlögen und Aschach liegt der Schlögener Blick mit seiner Aussicht auf die Farbenpracht der herbstlichen Donauschlinge. Ein Schauspiel, das den Aufstieg allemal Wert ist. Am Rastplatz dann die Seele baumeln lassen, den unten vorbeiziehenden Schiffen zuschauen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen...

Bruckner in Linz erleben

In und um Linz hat Anton Bruckner die entscheidende Prägung für sein Leben als Komponist erfahren. Sein Geburtshaus in Ansfelden, das Augustiner Chorherrenstift St. Florian, der Alte Dom in Linz mit seiner Brucknerorgel und die Stadtpfarrkirche. Was kann es für einen Brucknerfan größeres geben, als die Musik des Meisters dort zu erleben, wo dieser selbst einst seine Kreise zog? Im Konzerthaus an der Donau, das seinen Namen trägt. Ein absoluter Höhepunkt für alle, die der Musik des großen Symphonikers verfallen sind Konzerte in der Stiftsbasilika St. Florian. Wenn der Dirigent in dieser Kulisse den Taktstock hebt, schwebt der Geist Anton Bruckners im Kirchenraum. Dort, wo der Tonschöpfer unter der gigantischen Orgel begraben liegt.

Eine Runde um den Wolfgangsee

Er ist einer der Klassiker unter den Laufveranstaltungen Oberösterreichs. Er ist seit Jahren so etwas wie der inoffizielle Saisonabschluss für die Läuferszene. Die Rede ist vom Internationalen Lauf rund um den Wolfgangsee, der jährlich im Oktober über die Bühne geht. Die 27 Kilometer lange Schleife um das Salzkammergutjuwel wurde schon gelaufen, als von Jogging-Boom und Laufen als Trendsport noch nicht die Rede war. Trotzdem ist dieser Lauf die ideale Gelegenheit, noch einmal unter Beweis zu stellen, wie viel Kondition man nicht in den vergangenen Monaten getankt hat. Und das sollte auch unbedingt so sein. Denn schon am Beginn des Klassikers wartet mit dem Anstieg auf den Falkenstein die Schlüsselstelle. Hopp, hopp!

Wilde Zeiten, gans knusprig

Im Herbst, da geht es rund in Wald und Flur. Während noch die Ernte eingebracht wird, sich die Gemüsekeller füllen und die Obstvorräte türmen, gehen gleichzeitig die Jäger dem edlen Waidwerk nach. Die Folge all dessen: Die Tische in den Gasthäusern und Restaurants biegen sich unter den herbstlichen Spezialitäten. Was tun, um all die Köstlichkeiten auch saisongerecht an den Mann und an die Frau zu bringen? Richtig, Spezialitätenwochen stehen an. Zuerst sind Kürbis und Erdäpfel die Stars der Herbstküche. Es folgen die Wildwochen. Und in den Nebeln des Novembers schlägt dem Federvieh die Stunde. Wenn der Martinitag naht, dann kommt das Geflügel "gans knusprig" aus dem Ofen direkt auf den Tisch. Mahlzeit!

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