Sandl


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Daten & Fakten

  • Einwohner: 1.532
  • Fläche: 58 km²
  • Seehöhe (von): 927m
  • Seehöhe (bis): 1112m
  • Gemeindeart: Gemeinde
  • Längengrad: 14.645891189575
  • Breitengrad: 48.559511314777
Weltkulturerbe hinter Glas.

Bilder „hinter Glas“ gemalt, heißen „Sandlerbilder“ und sind ein ganz besonderer Schatz, der in der kleinen Mühlviertler Gemeinde gehütet und aktiv gepflegt wird. Die Hinterglasmalerei hat 2012 sogar die Anerkennung als nationales Kulturerbe erreicht.


Von weit her strömen Besucher in das Hinterglasmuseum in Sandl, wo die Entstehung der komplizierten Maltechnik dokumentiert wird. Die Schau zeigt auch die Tradition der Glashütten in der Region am Böhmerwald und erklärt die Rohstoffe zur Flachglaserzeugung. Denn Glas gehört zur Geschichte des Mühlviertels wie der Granit.

Kunst im Hergottswinkel
Die Hinterglasmalerei machte Sandl bereits im 19. Jahrhundert berühmt. Die „Sandlerbilder“ wurden ein Begriff, der für hochentwickelte Kunstfertigkeit der Erzeuger stand. Aus Nordböhmen Eingewanderte und Einheimische verschrieben sich der Darstellung von Heiligen, die die Bewohner dieses archaischen Landstriches vor Unglück bewahren oder Halt vor Aberglauben geben sollten. Zu dieser Zeit wurden in Sandl jährlich Tausende Bilder angefertigt und von Hausierern und Kraxenträgern in alle Länder der Monarchie gebracht und verkauft. Der typische „Herrgottswinkel“ damals war mit Kruzifix und Sandlerbildern ausgestaltet. Maria und Josef oder die jeweiligen Namensheiligen wurden besonders oft dargestellt.

Das Oberste zuerst
Bei der Hinterglasmalerei werden – wie der Name sagt – die Farben auf der Rückseite des Bildträgers Schicht um Schicht aufgebracht, wobei zuerst der Vordergrund, dann weiter  zurückliegende Bildpartien und schließlich ganzflächig die Grundierung gemalt wird.  Nachträgliche Korrekturen sind daher nicht mehr möglich. Als Vorlagen dienen Risse (Entwürfe auf Papier), deren Konturen nachgezogen werden.

Die Verbreitung billiger Kunstdrucke und das Auflassen der Glashütten ließen die Hinterglasmalerei ab 1940 fast in Vergessenheit geraten. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten einige Hinterglasmaler, die Tradition wieder zu beleben. Mittlerweile sind die Maler/-innen wieder auf Kunstmärkten vertreten und bieten in Sandl Kurse an, in denen sie ihr Wissen weitergeben. Sogar in Workshops in der Schule lebt das traditionelle Kunsthandwerk wieder auf. Heute gibt es in Sandl einen hauptberuflichen und einige nebenberufliche Maler/-innen. Beliebt sind nicht nur religiöse Motive, sondern auch Landschaften, Ornamente etc. Und so kann es sein, dass in der
beliebten Wintersportgemeinde mit dem familiären Schigebiet mit zwei Schleppliften auch Schneemänner und Eiszapfen hinter Glas entstehen.

Tel.: +43 7944/8255, www.sandl.at
www.hinterglasmuseum-sandl.at

Unendliche Weiten ganz nah
Eine Milliarde Lichtjahre entfernt bietet der Weltraum Geheimnisse, die nur mit Hilfe der Technik für das menschliche Auge erschlossen werden. In der Sternwarte Sandl ermöglicht dies das größte der acht Teleskope. Der Erbauer der Sternwarte, Professor Wolfgang Wöss ist Fachmann auf dem Gebiet der Astronomie und bekannt durch seine Zusammenarbeit mit der NASA. Gerne öffnet er seine Warte Besuchern, wenn er in Sandl ist. An der Warte vorbei führt auch ein 16 Kilometer langer Themenweg. Den Planetenweg markiert eine maßstabgetreue Nachbildung unseres Sonnensystems. Am Info-Platz bei der Sternwarte Sandl kann man sogar Weltraumtöne
hören. Eine Besonderheit ist auch die Planetenwaage die anzeigt, wie schwer man auf den einzelnen Planeten wäre. Der Planetenweg startet am Viehbergparkplatz. Ein Sternguckerweg (Abstecher) führt an der Freiwaldsternwarte vorbei, die von Amateurastronomen genutzt wird. Die besonders klare Sicht in der nördlichsten Gemeinde der Region ist der Grund für die größte Dichte an Sternwarten pro Kopf weltweit. Schließlich kommt in Sandl auf 720 Einwohner eine
Sternwarte.

Weitere Infos zum Planetenwanderweg auch auf der Website www.planetenwanderweg.at.

Auf den Spuren der Feuerwehr
Aktives Erleben des Feuerwehrwesens, Informationen sowie Bewegung und viel Spaß in der einmalig schönen Natur, das alles bietet der 1. Feuerwehrerlebnisweg Österreichs in Sandl.

Dieser Themenweg ist für Jung und Alt sehr ansprechend und ermöglicht ein unvergessliches Erlebnis inmitten der schönen Landschaft von Sandl oberhalb der Nebelgrenze!

Der gesamte Weg ist barrierefrei und mit Kinderwagen befahrbar. Gruppen sind herzlich willkommen!

Gestartet wird im Ortszentrum, Gruppen können aber auch beim Viehbergparkplatz weggehen. Der 4 km lange familienfreundliche Weg führt rauf auf den Tafelberg (Erlebnis Wasser), quer über Lifttasse und Schipiste (Erlebnis Seile und Schläuche), rein in den Wald auf 1000m Seehöhe (Erlebnis Alarmierung), runter durch einen lichten Wald, quer über den Güterweg Eben in Richtung Sternwarte (Erlebnis Orientierung), den Stöcklberg runter (Erlebnis Aufgaben der Feuerwehr) und zurück zum Ortszentrum, zum Seminarhaus (Erlebnis Atemschutz und Waldbrand).

Sandl der sagenumwobene Ort
Eine Wanderung um den Viehberg (1.112 m)  mit einer traumhafter Aussicht bringt nicht nur landschaftliche, sondern auch kulturelle Genüsse. Den Wanderer erwarten rund 250 km Wanderwege.  Sie durchstreifen unsere Wälder und lassen in gesunder Höhenluft Ihre Seele baumeln. An sagenumwobenen Plätzen werden Sie in die Mystik des Urwaldes zurückversetzt. Den Wanderer erwarten darüber hinaus die für unsere Region typischen, liebevoll gestalteten "Marterl".
Link zu den Wanderwegen
Der „Knobarade“ Stein

Traditionelle Veranstaltungen zeigt die Laienbühne der Theatergruppe des Kameradschaftsbundes. Bei den traditionellen Kirtagen im Mai und August wird in Sandl so richtig gefeiert. Tolle Bühnenprogramme mit Akrobatik und Musikgruppen laden zur Unterhaltung ein.


Kontakt & Service

Gemeinde Sandl
Sandl 24
Sandl
4251 Sandl

Telefon: +43 7944 8255
Fax: +43 7944 8255
E-Mail: gemeinde@sandl.ooe.gv.at
Web: www.sandl.at

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Weltkulturerbe hinter Glas. Bilder „hinter Glas“ gemalt, heißen „Sandlerbilder“ und sind ein ganz besonderer Schatz, der in der kleinen Mühlviertler Gemeinde gehütet und aktiv gepflegt wird. Die Hinterglasmalerei hat 2012 sogar die Anerkennung als nationales Kulturerbe...