In Neumarkt finden sich zahlreiche Stoabloß-Höfe. Es handelt sich hier um Bauernhöfe und bäuerliche Bauwerke, deren Fassaden aus freiliegenden Granitsteinen bestehen, die nur sparsam mit Kalk ausgefugt sind.
Der ursprüngliche Grund für diese Bauweise war, dass Kalk im Mittelalter rar war. Steine waren jedoch in der gesamten Region im Überfluss vorhanden. Die Bauern fügten möglichst große Steine in das Mauerwerk ein, verputzten diese jedoch nicht. Dieser Baustil ist nur im Mühlviertel beheimatet.
Die Bearbeitung der Steine erfolgte ausschließlich von Bauernhand und nicht durch Steinmetze. Die vorherrschende Gehöftform ist der Dreiseit- oder Tormauerhof. Der zwischen den drei Gebäudetrakten entstehende Hofraum wird durch eine Mauer mit einem integrierten meist oben rund geschwungenem Einfahrtstor abgeschlossen.
Insbesondere in der Ortschaft Stiftung wurden alle Höfe in vorbildlicher Weise renoviert und zeigen ein einheitliches Bild der für das Mühlviertel typischen Bauweise.
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