© Foto Oberösterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach: Winterliche Temperaturen in Bad Zell im Mühlviertel.
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Stadtmuseum Wels - Minoriten / Archäologische Sammlung

Wels, Oberösterreich, Österreich
  • für jedes Wetter geeignet
  • für Gruppen geeignet

Im ehemaligen Minoritenkloster befindet sich eine Ausstellung über die frühe Geschichte der Stadt Wels von der Jungsteinzeit bis zur Zeit der Bajuwaren. Besonderes Augenmerk wird auf die für Wels so bedeutende Römerzeit gelegt.

Das Stadtmuseum Minoriten hat zum 800-Jahre-Jubiläum die Dauerausstellung umgestaltet und zeigt bis 30. Oktober 2022 ausgewählte Objekte aus archäologischen Grabungen in Wels, die das Leben in einer römischen Stadt unterstreichen und ausmachen.

Nähere Informationen zur Sonderausstellung „Wels 800 – Geschichte einer Stadt“ gibt es unter wels.at/800jahre im Internet. Buchungen von Führungen und Vermittlungsprogrammen sind unter Tel. +43 7242 235 7350 oder per E-Mail unter m@wels.gv.at möglich.

2022 feiert Wels auch die Erhebung zur römischen Stadt. Kaiser Hadrian (117 bis 138 nach Christus) verlieh der Siedlung an der Traun vermutlich im Jahr 122 – also vor 1900 Jahren – das römische Stadtrecht und erhob sie somit zum „municipium aelium Ovilava“.

Als Einstimmung sind in der Sonderaussstellung namentlich bekannte Welser der Römerzeit auf künstlerische Weise zu sehen. Auch die Kaiser, die für die Stadtentwicklung Ovilavas maßgeblich waren, werden gewürdigt: Zu sehen sind Münzporträts der Kaiser Hadrian, Caracalla, Maximinus Thrax und Diokletian.

Die Funde aus den Ausgrabungen im Minoritenkloster zeigen die Bedeutung des Ausstellungsortes als Wohnhaus des Statthalters. Mosaike, Wandmalereien und Bruchstücke von Statuen belegen, dass sich viele Bürger von Ovilava einen gehobenen Lebensstandard leisten konnten. Davon zeugen auch zahlreiche von weither importierte Produkte, wie Keramik oder Lebensmittel (z.B. Austern).

Alle diese Faktoren machte Ovilava auch als Alterssitz für Veteranen der römischen Armee attraktiv. Diese brachten vielfach orientalische Glaubensvorstellungen mit und trugen so zur multikulturellen Gemeinschaft der Stadt bei. Neben den Veteranen lebten auch aktive Soldaten, einheimische Kelten und zugezogene römische Bürger in Ovilava. Belegt wird dies von schriftlichen Zeugnissen und Statuetten verschiedenster Götter.

In der Gräberstraße beleuchten die Inschriften, welche der Verstorbenen wichtige Ämter in der Stadt innehatten. So finden sich darunter drei Bürgermeister, mehrere höhere Soldaten sowie ein Beneficiarier (eine Art Militärpolizist).

In der Sigmarkapelle werden anhand der mittelalterlichen Fresken Vergleiche zu Darstellungen antiker Götter gezogen. So geht die Darstellung von Maria mit dem Jesuskind zurück auf ägyptische Bildnisse der Isis mit dem Horusknaben.

Der letzte Teil der Ausstellung wirft schließlich einen Blick auf die Hinterlassenschaften der Römer: „Wie prägten sie Wels, was blieb vom römischen Wels?“ lautet hier die Frage.

Ein Höhepunkt des römischen Teiles der Sonderausstellung ist sicherlich die erstmalige öffentliche Präsentation der Statuette des Merkur, die bei den Grabungen in der VKB-Bank am Kaiser-Josef-Platz 2021 gefunden wurde.

Zudem wird die Dauerausstellung ab nun von der Kopie eines Grabsteines bereichert, der in Wallsee in Niederösterreich gefunden wurde. Die Inschrift liefert einen wichtigen Beleg zur Geschichte des römischen Ovilava: Denn der Besitzer ist mit Publius Aelius Sextinus der einzige namentlich bekannte Bürgermeister aus jener Zeit, als Ovilava municipium war.

Die Bruchstücke einer monumentalen Reiterstatue aus Bronze werden in den Kontext einer künstlerischen Rekonstruktion gestellt und somit für den Besucher besser verständlich präsentiert.

Ein computergestütztes Informationsystem und ein museumspädagigisches Programm gibt vor allem Schülern die Möglichkeit, selbstständig die Geschichte von Wels zu erarbeiten.

In einem eigenen Sonderausstellungstrakt, dem Schießerhofgebäude, werden regelmäßig zu verschiedenen kulturellen Bereichen Sonderausstellungen angeboten.

Das Welser Minoritenkloster wurde um 1280 von den Welser Polheimern gegründet. Etwa um 1300 erfolgte der Bau der Minoritenkirche, von der noch der Chor mit mächtigen Strebepfeilern und dem Kreuzrippengewölbe in seiner ursprünglichen Form erhalten ist.

Die Minoriten erhielten zahlreiche Schenkungen und testamentarische Zuwendungen von Welser Bürgern und Adeligen sowie von den Habsburgern. Als Gegenleistung verpflichteten sich die Minoriten, Gottesdienste, Andachten und Fürbitten abzuhalten.
Parken am Stadtplatz (gebührenpflichtig) oder am Messeparkplatz (gratis)

Dienstag bis Freitag: 10:00-17:00 Uhr
Samstag: 14:00-17:00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 10:00-16:00 Uhr

Montag (auch an Feiertagen) geschlossen!
Von Karfreitag bis Ostermontag geschlossen!

Aufgrund Umbauarbeiten für Sonderausstellungen bezüglich "800 Jahre Wels" von 25. April bis 11. Mai geschlossen.

Ruhetage
  • Montag
Erreichbarkeit / Anreise

Parken am Stadtplatz (gebührenpflichtig) oder am Messeparkplatz (gratis)

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Routenplaner für individuelle Anreise
    Service
      Führung

      Anmeldung erforderlich
      Dauer Gesamtführung: ca. 1,5 Stunden, auch Teilbereiche können gezeigt werden


      Führungskarte

      Preis für Gruppe ab 20 Erwachsenen: € 1,00 p. P.
      Einzelpersonen pauschal: € 18,00
      Schülergruppe ab 10 Personen: € 1,00 p. P.
      Kindergartengruppe kostenlos

      Allgemeine Preisinformation

      Erwachsene
      Einzelpreis € 4,70
      Gruppenpreis € 3,20

      Kinder, Senioren, Studenten, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener
      Einzelpreis € 2,10
      Gruppenpreis € 1,60

      Familienkarte € 9,50

      Führungen Stadtmuseum Wels
      Anmeldung erforderlich
      Dauer Gesamtführung: ca. 1,5 Stunden, auch Teilbereiche können gezeigt werden

      Gruppe ab 20 Erwachsene € 2,60 p. P.
      Einzelpersonen pauschal € 31,20
      Schülergruppe ab 10 Personen € 2,60 p. P.
      Kindergartengruppe kostenlos

      • Für jedes Wetter geeignet
      • Für Gruppen geeignet
      • Für Schulklassen geeignet
      Saison
      • Frühling
      • Sommer
      • Herbst
      • Winter

      Absolut rollstuhltauglich. Das Objekt erfüllt die gesetzliche ÖNORM

      Zugang
      • Zugang ebenerdig
      Sonstige Informationen
      • Gangbreite (mind. 150cm)
      • Türbreite (mind. 80cm)
      • Lift ist stufen- und schwellenlos erreichbar
      • vor Aufzugstüre Freibereich von 150cm Tiefe
      • Liftgröße (Kabinenbreite größer als 110cm, Kabinentiefe größer als 140cm)
      • Tür des Lifts ist mindestens 80cm breit
      • Bemerkung Lift: Es ist ebenfalls ein Treppenaufzug vorhanden
      • Eingang ins Gebäude
      • Behindertengerechte WC-Anlage: 1
      • Außenanlagen

      Kontakt & Service


      Stadtmuseum Wels - Minoriten / Archäologische Sammlung
      Minoritenplatz 4
      4600 Wels

      Telefon +43 7242 235
      Fax +43 7242 235
      E-Mailm@wels.gv.at
      Webwww.wels.at
      http://www.wels.at

      Ansprechperson
      Dr. Renate Miglbauer
      Stadtmuseum Wels - Minoriten / Archäologische Sammlung
      Minoritenplatz 4
      4600 Wels

      Telefon +43 7242 235
      Fax +43 7242 235
      E-Mailm@wels.gv.at
      Webwww.wels.at

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