Der Verein zielt auf „die gemeinnützige Errichtung, die Weiterentwicklung, die Erhaltung und die Führung des Benediktweges als Pilgerweg in Oberösterreich“ ab. Der spirituelle Weg verbindet von Passau (Paulinerkloster Mariahilf) ausgehend (bzw. in umgekehrter Richtung) die vielen lebendigen Klöster zunächst entlang der Donau (Engelszell, Pupping, Wilhering), dann Lambach, Steinerkirchen an der Traun, Kremsmünster und Schlierbach. In Spital am Pyhrn (ehemaliges Kollegiatstift) schließt er an den “Ursprungsweg” des mittlerweile europäischen Pilgerweges über Admont, Seckau zum Benediktinerkloster St. Paul im Lavanttal an. Die Klöster und weitere Verweilorte bieten viele Besonderheiten. Mit dem “Benedikt-Pilgerrundweg Traunviertel” führt eine Variante über das Stift St. Florian von Bad Hall bzw. Traun weg. Aktivitäten für den Benedikt-Pilgerweg, sowie weitere Maßnahmen, sollen die Verbundenheit mit den Lehren des Heiligen Benedikt untermauern. Der ehrenamtlich tätige Verein möchte seine Mitglieder in spiritueller, kultureller und organisatorischer Hinsicht im Sinne der Gedankenwelt des Benediktinerordens und seiner Klöster unterstützen. Seine Tätigkeiten sind daher in keiner Weise auf Gewinn ausgerichtet.
Benedikt von Nursia (480 —547) Benedikt von Nursia, der Vater und (Haupt-) Patron Europas, gilt als der Begründer des abendländischen Mönchtums und des Benediktinerordens. „Ora et labora et lege“, diese drei Lebensvollzüge prägen und kennzeichnen wesentlich die „Schule“ des Hl. Benedikt. Gebet und Gottesdienst, Arbeit und kontinuierliche Auseinandersetzung mit den biblischen Schriften und denen der Kirchenväter bilden eine Einheit im benediktinischen Lebensverständnis.
Geschichte des Benedikt-Pilgerweges: Bereits 2009, anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Wiederbesiedelung des Benediktinerstiftes St. Paul im Lavanttal wurde auf dem Pfad der damaligen Mönche ein Pilgerweg, benannt nach dem Heiligen Benedikt von Nursia, errichtet. Er ist ein Weg der Begegnung und Bewegung in vielfältiger Hinsicht: Wer ihn geht, soll Ruhe und innere Einkehr finden, Gemeinschaft und Gastfreundschaft erfahren, aber auch Wandlung spüren und die Schöpfung bewusster wahrnehmen lernen. Dieser „Ursprungsweg“ führt von Spital am Pyhrn nach St. Paul im Lavanttal bzw. in umgekehrter Richtung. 2011 wurde er bis nach Gornji Grad (Slowenien) und 2018 bis nach Aquileia (Italien) verlängert. Von dort führt er über bestehende italienische Pilgerwege (Romea Strata, Via Germanica, Franziskusweg) und dem gleichzeitig errichteten “Cammino di San Benedetto” ab Nursia über Subiaco nach Montecassino. Anfang 2026 wurde der Benedikt-Pilgerweg auch für 18 Etappen in Schottland in beide Richtungen aufbereitet und um rd. 450km von Edinburgh nach Pluscarden, dem nördlichsten Benediktinerkloster Europas, in beide Richtungen, erweitert. Es besteht der Plan, bis zum großen 1.500 Jahr Jubiläum der Klostergründung von Montecassino durch den Hl. Benedikt den Pilgerweg 2029 durchgehend fertigzustellen.
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