© Foto: Oberösterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach: Landschaft im Mühlviertel
Grüne Hügellandschaft im Mühlviertel
SucheSuchen
Schließen

Gedenkort.Flucht

Linz, Oberösterreich, Österreich

Am 6. Mai 2022 wurde auf dem Stadtfriedhof Linz/St. Martin in Traun der Gedenkort für Menschen, die auf der Flucht verstorben sind, eröffnet und im Rahmen einer kurzen multireligiösen Feier gesegnet.

Der Gedenkort.Flucht wurde von der Projektgruppe „Gedenkort Flucht“ unter der Leitung der Diözese Linz als Gemeinschaftsprojekt der Katholischen Kirche in Oberösterreich, der Evangelischen Kirche A. B. in Oberösterreich und der Islamischen Religionsgemeinde Oberösterreich, der Kulturdirektion der Stadt Linz sowie der LINZ AG FRIEDHÖFE realisiert. Das Projekt wurde gefördert durch das Land Oberösterreich, die Städte Linz, Traun und Leonding, die Diözese Linz, die Evangelische Kirche A. B. in Oberösterreich sowie den Otto-Mauer-Fonds.

Das im Zeitraum von 4 Jahren über Religions- und Parteigrenzen hinweg realisierte Kunstwerk versteht sich als Gedenkort, als Trauerort und als Versammlungsort: „Als Gedenkort für Menschen, die auf der Flucht verstorben sind, als Trauerort für Hinterbliebene mit dem Namen ihrer Verstorbenen, als Versammlungsort, an dem erinnert, gefeiert und gebetet wird“, so Dr. Stefan Schlager, der Projektleiter von „Gedenkort.Flucht“ der Diözese Linz.

Der nun neu eröffnete Gedenkort wurde vom Wiener Künstler Mag. Arye Wachsmuth gestaltet. Sein Projekt wurde von einer Jury als Siegerprojekt bei einem geladenen Wettbewerb mit internationaler Beteiligung gekürt. Es nimmt die Topografie der zur Verfügung stehenden Fläche an einem Kreuzungspunkt im Stadtfriedhof Linz/St. Martin als zentrales Gestaltungselement in sein Konzept auf und schafft einen „bergenden“ Raum. Ausgangspunkt ist die Form der Träne, deren bildliche Darstellung eine – über die Religionen hinausgehende – Universalität besitzt. 

Die Materialien – graue Zementfaserplatten und rostbrauner Cortenstahl – stehen in ihrer Dialektik für Brüchigkeit und Beständigkeit. Die räumliche Anlage ermöglicht einen intimen, besinnlichen Moment der Andacht und Erinnerung. An der Gedenkwand, die in der Tradition einer „Klagemauer“ steht, werden zusätzlich zu den Namen der Verstorbenen und Vermissten auch Bezeichnungen für Familienzugehörigkeit, wie Mutter, Vater, Tochter, Bruder in einer korrespondierenden Sprache angebracht. Damit sollen Menschen, deren Namen nicht bekannt sind, inkludiert werden.

Oktober bis April 8:00-17:00 Uhr
Mai bis September 7:00-19:00 Uhr

  • täglich geöffnet
  • frei zugänglich

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Routenplaner für individuelle Anreise
  • Eintritt frei

Für Informationen beim Kontakt anfragen.

Zugang
  • Zugang ebenerdig

Kontakt & Service


Gedenkort.Flucht
Stadtfriedhof Linz/St. Martin
4020 Linz

Wir sprechen folgende Sprachen

Deutsch