Beim Symposion im Festsaal interessiert nicht nur die Goldhaube als aufwändige traditionelle Kopfbedeckung, sondern auch die karitative Frauenbewegung, die unter ihrem Zeichen entstanden ist, sowie die Symbolkraft der Kopfbedeckung für Oberösterreich.
Mit Goldhauben auf dem Weg ist die großformatige Bleistiftzeichnung von Peter Hauenschild und Georg Ritter aus dem Jahre 1990 betitelt, die ein Phänomen zu Bild bringt, das Oberösterreich nun schon mehrere hundert Jahre begleitet. Erst nach dem Ende der Kleiderordnungen (1750) war es auch bürgerlichen Damen möglich, den persönlichen Reichtum an der Kleidung und Kopfbedeckung zu zeigen. In Mitteleuropa verbreitete sich eine Goldhaubenkultur in unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen. Durch Reiseschriftsteller wurde die „schöne Linzerin“ mit ihrer prächtigen Haube zum Sinnbild der Schönheit der Linzerinnen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verschwanden die Goldhauben aus dem Erscheinungsbild Oberösterreichs um nur wenige Jahrzehnte später durch Erhaltungs- und Erneuerungsbestrebungen – nun in eigenen Gruppierungen – wieder aufzutreten. Insbesondere in den Jahren um 1900, in der Zwischenkriegszeit und nach dem zweiten Weltkrieg sollten Goldhaubendamen und später auch Goldhaubengruppen zum Sinnbild Oberösterreichs werden. Neben der Repräsentanz übernahmen sie zunehmend karitative Aufgaben.Museumstraße 14, 4020 Linz
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