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Ausstellung "Zeitlinien"

02.03.2026 / 12:00- 15:00 (weitere Termine)
Grieskirchen, Galerie Schloss Parz Grieskirchen
Ausstellung, Thematische Ausstellung

Werke von Billi Thanner. Kunst im Kabinett: Madita Kloss

Ausstellungsdauer: 2. März bis 6. April 2026
Öffnungszeiten: Sonntag von 14.00-17.00 Uhr und Montag von 12.00-15.00 Uhr


BILLI THANNER „Zeitlinien“
International bekannt wurde Billi Thanner unter anderem mit der „Himmelsleiter“, die in Wien, Münster und Paris große Aufmerksamkeit erregte. Die Installation greift das alttestamentarische Motiv der Verbindung zwischen Himmel und Erde auf und entwickelte sich zu einem Symbol der Hoffnung und des Friedens. Mit „Infinity of Light“ realisierte sie im Dezember 2025 ihr bislang monumentalstes Projekt im öffentlichen Raum an der Votivkirche in Wien. Eine liegende Acht, das Zeichen der Unendlichkeit spannte sich in rund 99 Metern Höhe zwischen die Türme der neugotischen Kirche. Auch hier wird Licht zur Spur, zur Verbindung von Zeit, Raum und Vorstellung. „Zeitlinien“ ist mehr als eine raumgreifende Neon-Setzung. Am Anfang ihres Weges als Künstlerin, so beschreibt es Thanner selbst, interessierte sie nie der Moment an sich. Ihr galt die Aufmerksamkeit stets den Zwischenräumen, jenen Frequenzen zwischen zwei Zuständen, dem, was geschieht, wenn scheinbar nichts geschieht. Diese Zwischenräume versteht sie nicht als Leere, sondern als Zonen des Noch-nichtFormgewordenen, als Bereiche, in denen etwas bereits spürbar existiert, bevor es sichtbar wird. Der Moment zwischen zwei Gedanken, zwischen Wahrnehmung und Bedeutung, dort entsteht für sie Realität. Diese Haltung prägt auch die Ausstellung in der Galerie Schloss Parz. Die Neonlinien sind keine Begrenzungen, sondern Wahrnehmungsspuren. Sie zeigen keine Dinge, sondern Übergänge. Der Raum entsteht nicht aus Volumen, sondern aus Beziehungen zwischen: Nähe und Distanz, Erinnerung und Erwartung, Gewesenem und Ahnung.

Zeit als Zustand
Früh entschied sich Thanner, alles im Jetzt zu verorten: Vergangenheit war nicht mehr lebbar, Zukunft nur Vorstellung. Es blieb ein Feld von Überlagerungen, das sie zunächst als Linien und Schichtungen auf Leinwand malte, ohne zu wissen, dass sie Zeit selbst zu fassen suchte. Zeit begreift sie nicht linear, sondern als sich verschiebenden Zustand. Ihre Arbeiten halten sie nicht fest, sondern machen ihre Unaufhaltsamkeit spürbar. Licht wird dabei zentral, was wir sehen, ist immer schon vergangen, selbst das Sonnenlicht erreicht uns mit Verzögerung. Grieskirchen, Februar 2026 In der Ausstellung begegnen sich zum ersten Mal eine frühe Leinwandarbeit und eine neue Raumarbeit. „Für mich ist das kein Gegensatz, sondern derselbe Gedanke in zwei Zuständen: früher gemalt, heute im Raum“, so die Künstlerin. Zeitlinien erscheinen nicht als Abbild, sondern als Spur: als das, was bleibt. So kreisen Thanners Arbeiten um Identität und Sichtbarkeit. Neon ist emotionaler Speicher und politisches Zeichen zugleich. Aus der Spannung zwischen persönlicher Nähe und öffentlicher Setzung entsteht eine Energie, die den Raum und die Wahrnehmung aktiviert.

Kunst im Kabinett:
MADITA KLOSS „Die erste Schwester“ Mit einer zutiefst persönlichen Erzählung tritt Madita Kloss in der Galerie Schloss Parz auf. Ihre Ausstellung im Kabinett mit dem Titel „Die erste Schwester“ ist der Erinnerung an ihre verstorbene Schwester gewidmet. Im Zentrum erscheinen die drei Schwestern, wiederkehrend wie ein inneres Bild, das sich nicht verdrängen lässt, schwebend zwischen Vergangenem und Möglichem. In ihren Werken stellt sich Kloss die Frage, wer wäre die Schwester heute, sie fühlt dieser Möglichkeit nach, erspürt ihre Sehnsüchte, zeichnet in zarten Andeutungen die Konturen jener Weltreise nach, die einst als Versprechen in der Zukunft lag. Auf diese Weise stemmt sich Kloss gegen das Vergessen: ruhig und reflektiert, mit einer klaren Bildsprache, die persönliche Trauer in eine berührende und zugleich sachlich gefasste künstlerische Auseinandersetzung überführt. Zugleich widmet sich die Künstlerin dem tastenden Lernen eines versöhnlichen Umgangs mit dem Tod und der stillen Annahme des Verlustes. Ihre Bilder erzählen davon, wie Schmerz sich langsam wandelt, wie aus Trauer eine zarte Form von Nähe entsteht. In dieser leisen Bewegung liegt eine behutsame Versöhnung mit der Endlichkeit, die nicht vergisst, sondern bewahrt.





Galerie Schloss Parz Grieskirchen

Parz 1, 4710 Grieskirchen

Telefon+43 664 2138190
E-Mailoffice@galerieschlossparz.at
Webwww.galerieschlossparz.at

Galerie Schloss Parz Grieskirchen

Parz 1, 4710 Grieskirchen

Telefon +43 664 2138190
E-Mailoffice@galerieschlossparz.at
Webhttp://www.galerieschlossparz.at

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