Konrad Neubauer zeigt in der Galerie im Prevenhuberhaus eine Auswahl von Alltagsporträts aus den Jahren 1975 bis 1995. Im Mittelpunkt steht die dörfliche Lebensgemeinschaft. Jene Menschen werden in den Fokus gerückt, die ihren Lebensraum prägen – durch Arbeit, Rituale, Begegnungen und alltägliche Handlungen. In der Auswahl seiner Motive setzt Neubauer bewusst identitätsstiftende Akzente: Gesten, Orte und Situationen werden zu Symbolen kollektiver Erinnerung und gemeinsamer Zugehörigkeit.
Neubauer konzentriert sich bewusst auf seinen eigenen, vertrauten Lebensraum. Diese Nähe ist keine Einschränkung, sondern Voraussetzung für Tiefe. Er fotografiert aus der Innenperspektive. Als Teil des Systems kennt er die Menschen, Orte und Zusammenhänge, die er abbildet. Diese Erfahrung schafft vertrauensbildende Umstände und ermöglicht Aufnahmen, die Nähe zulassen, ohne zu inszenieren.
Soziale Netzwerke werden sichtbar gemacht: Nachbarschaften, familiäre Strukturen, Arbeitsgemeinschaften und informelle Bindungen treten in Erscheinung. Neubauers Fotografien machen deutlich, dass Identität stets im Geflecht sozialer Beziehungen entsteht.
Konrad Neubauer (1953) lebt und arbeitet in Weyer. Sein Zugang zur Fotografie ist vielfältig.
Ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit sind langfristig angelegte Werkgruppen, in denen er sich im Bereich der Architektur-, Konzept- und Dokumentationsfotografie präzise und konzeptionell mit Zeit, Struktur, Wahrnehmung und Veränderungsprozessen auseinandersetzt.
3335 Weyer
Marktplatz 6, 3335 Weyer
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