nach Jahrzehnten internationaler Ausstellungen und künstlerischer Erfolge kehrt die Bildhauerin Ucki Kossdorff dorthin zurück, wo ihre Geschichte ihren Anfang nahm: nach Gmunden
Mit einer Lesung aus ihrer soeben erschienenen ART-Biografie „UCKI KOSSDORFF – der verdichtete Mensch“ und einer Ausstellung mit Lesung im Seeschloss Ort schlägt die gebürtige Gmundnerin einen besonderen Bogen zwischen Herkunft und Gegenwart. Es ist eine Rückkehr an jenen Ort, an dem sich früh ihre Beziehung zum Material Ton entwickelte – in eine Stadt, die seit Jahrhunderten für Keramik und Bildhauerei steht.
Ucki Kossdorff zählt heute zu den profiliertesten österreichischen Bildhauerinnen. Ihr Werk kreist seit jeher ausschließlich um den Menschen: um Würde und Verletzlichkeit, Nähe und Distanz, Erinnerung und Identität. Bekannt wurde sie zunächst durch ausdrucksstarke, naturalistische Figuren und Porträts. Im Laufe ihres Schaffens entwickelte sie eine unverwechselbare Formensprache, in der sie menschliche Körper auf ihre elementare Essenz verdichtet – kraftvolle, blockhafte Skulpturen, die weit über das Sichtbare hinausweisen.
Diese außergewöhnliche künstlerische Entwicklung dokumentiert das 345 Seiten umfassende Werk „UCKI KOSSDORFF – der verdichtete Mensch“. Es vereint mehr als 230 Werkabbildungen aus internationalen Ausstellungen, biografische und philosophische Texte sowie Videomaterial über QR-Codes und eröffnet einen umfassenden Blick auf das Lebenswerk der Künstlerin.
Die Lesung wird gemeinsam mit ihrem Sohn Jan Kossdorff gestaltet. Persönliche Geschichten über berühmte Porträts, Begegnungen und die Entstehung ihrer bedeutendsten Werke machen den Abend zu einer ebenso intimen wie inspirierenden Begegnung mit einer der markantesten Positionen der österreichischen Bildhauerei. Im Mittelpunkt der Lesung stehen die Geschichten hinter ihren Skulpturen – allen voran ihre Begegnungen mit Thomas Bernhard, dessen Wesen und Widersprüche sie in einer ihrer eindrucksvollsten Porträtskulpturen festhielt. Warum selbst ein legendärer „Grantler“ liebenswert sein kann, erzählt Kossdorff gemeinsam mit ihrem Sohn Jan ebenso wie die Entstehung ihrer Werke über Nelson Mandela, der weltweit einzigartigen DenkerIN und ihrer radikal reduzierten Körperskulpturen.
Ort 1, 4810 Gmunden
Telefon+43 7612 79481
Mobil+43 676 88794501
E-Mailkulturabteilung@gmunden.ooe.gv.at
Webschlossort.gmunden.at/
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