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Ausstellung „Bauernrebellion 1626 Mühlviertel und Südböhmen“

05.09.2026 / 18:00- 20:00 (weitere Termine)
Freistadt, Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt
Ausstellung, Thematische Ausstellung

Die Ausstellung in Freistadt beleuchtet die dramatischen Ereignisse rund um den Bauernkrieg, seine Ursachen und Folgen sowie das Schicksal der Bevölkerung im Mühlviertel und Südböhmen, das von Unterdrückung, religiösem Zwang, Armut und Flucht geprägt war.

Bauernrebellion 1626 Mühlviertel und Südböhmen

Der Oberösterreichische Bauernkrieg von 1626 war der schwerste und blutigste bewaffnete Aufstand auf österreichischem Gebiet während des Dreißigjährigen Krieges. Rund 40.000 aufständische Bauern kämpften dabei gegen die bayerische Besatzungsmacht und die erzwungene katholische Gegenreformation. Das „Land ob der Enns“ war nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 an Herzog Maximilian von Bayern verpfändet. Statthalter wurde Adam Graf von Herberstorff, der die Bevölkerung rücksichtslos unterdrückte. Die Protestanten wurden gezwungen zum Katholizismus zu konvertieren oder auszuwandern.

Einer der vielen Schauplätze während der Bauernrebellion war die Stadt Freistadt. Nach den Ereignissen in Lembach wurde Freistadt sehr schnell von den Bauern belagert. Am 23. Mai 1626 wurden die Tore geschlossen. Die kaiserlichen Truppen konnten Freistadt am 16. August befreien.
 
Die Ausstellung in Freistadt zeigt nicht nur die Geschehnisse während dieser Zeitspanne, sondern erinnert auch an die dramatischen Ereignisse im Mühlviertel und Südböhmen. Die Bevölkerung beider Landesteile hatte ein ähnliches Schicksal zu ertragen: Unterdrückung, Ausbeutung, Unfreiheit im Leben und Glauben. Der Aufstand ist jedoch misslungen, die Folgen waren Niedergang, Armut und Exodus.

Grundlage der Ausstellung in Freistadt ist die profunde Quellenlage zu den Ereignissen. Der Stadtschreiber Neurattinger hat uns ein Tagebuch mit Aufzeichnungen zur Stadtgeschichte hinterlassen und Pater David Corner aus Göttweig schildert in einem Brief an seinen Abt seine Erlebnisse in der von den Bauern besetzten Stadt. Ferner fanden lokale geschichtliche Quellen und zeitgenössische Illustrationen bei der Gestaltung der Inhalte Verwendung.

Themen der Ausstellung:
  • Reformation und Protestantismus in der 2. Hälfte des 16. Jhdts.
  • Der Dreißigjährige Krieg
  • Das Reformationspatent Kaiser Ferdinands II.
  • Die Belagerung und die Eroberung der Stadt Freistadt
  • Die Vertreibung der protestantischen Bürger und Eliten
  • Freistadt nach dem Bauernkrieg
  • Die Gegenreformation in der 1. Hälfte des 17. Jhdts.
  • Die Bauernführer Fadinger und Zeller
  • Der Sinn von Repressalien und Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart
 
Teil der Ausstellung wird auch die Darstellung des Bauernaufstandes 1775 in Lesonice sein. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Interreg-Projekt mit dem Museum und der Gemeinde Lesonice in Tschechien.
 
Die Ausstellung wird im Rahmen des Festakts „100 Jahre Schlossmuseum“ eröffnet.
Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt

Schlosshof 2, 4240 Freistadt

Telefon+43 7942 72274
E-Mailinfo@museum-freistadt.at
Webwww.museum-freistadt.at
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Allgemeine Preisinformation

Erwachsene: € 6,00
ermäßigt (Senioren, Studenten, Gruppen ab 8 Personen): € 4,00
Kinder 6 – 15 Jahre: € 2,00
Kinder unter 6 Jahren und Museumsbund-Karteninhaber: frei

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