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Ausstellung: Hitlers Exekutive

20.09.2026 / 13:30- 17:00 (weitere Termine)
Braunau am Inn, Herzogsburg - Bezirksmuseum Braunau am Inn
Ausstellung, Thematische Ausstellung

Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus.

Ab 18. September 2026 ist eine außergewöhnliche zeithistorische Ausstellung zur Geschichte der Polizei in Braunau zu sehen. Eröffnet wird sie mit einem hochkarätig besetzten Publikumsgespräch. Melden Sie sich hier schon jetzt an. Der Eintritt ist frei.

Mit dem neuen, im Juli 2026 eröffneten Polizeizentrum in der Salzburger Vorstadt in Braunau wird sichtbar, wie eng Zeitgeschichte und aktuelle gesellschaftliche Debatten miteinander verbunden sind. Die neue Bestimmung des Geburtshauses von Adolf Hitler ist ein Anlass, sich mit Geschichte, Erinnerungskultur und deren Bedeutung für die Gegenwart auseinanderzusetzen.

Der Verein für Zeitgeschichte Braunau erweitert deshalb das Programm der Zeitgeschichte-Tage 2026, die am 25. und 26. September stattfinden, um die Ausstellung „Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“.

Die Wanderausstellung setzt sich kritisch mit der Geschichte der österreichischen Exekutive während der NS-Zeit auseinander und wurde bislang von mehr als 60.000 Menschen besucht.

Auf Initiative der Stadtgemeinde Braunau und des Vereins für Zeitgeschichte sowie mit Unterstützung des Bundesministeriums für Inneres macht die Ausstellung im Bezirksmuseum Herzogsburg Station.

Eröffnung, Freitag, 18. September 2026

17:00 Uhr – Raiffeisen-Dienstleistungszentrum Braunau, Salzburger Straße 2.

Auftakt und Diskussion: Grußwort Josef Knauseder (Raiffeisenbank Region Braunau).

Publikumsgespräch mit Barbara Stelzl-Marx (Historikerin und wissenschaftliche Leiterin der Ausstellung), Eva-Marina Strauß (Bundesministerium für Inneres) und Florian Schwanninger (Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim).

Aus Platzgründen ersuchen wir für den Auftakt im Raiffeisen-Dienstleistungszentrum um Ihre Anmeldung.

Anschließend: Spaziergang durch die Salzburger Vorstadt zum Bezirksmuseum Herzogsburg.

19:00 Uhr – Bezirksmuseum Herzogsburg Braunau, Altstadt 10.

Ausstellungseröffnung: Grußwort Bürgermeister Johannes Waidbacher, Einführung in die Ausstellung durch Martina Zerovnik (Projektleitung und Kuratorin).

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“ ist bis 23. Oktober 2026 im Bezirksmuseum Herzogsburg zu besichtigen.

Reguläre Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag, jeweils von 13:30 bis 17 Uhr

Zusätzliche Sonntagsöffnungen:
20. und 27. September sowie 4., 11. und 18. Oktober, jeweils von 13:30 bis 17 Uhr

Der Eintritt zum Auftakt, zur Eröffnung sowie zur Ausstellung in der Herzogsburg ist frei.

Zur Ausstellung "Hitlers Exekutive"
Welche Rolle spielten österreichische Polizisten und Gendarmen während der NS-Herrschaft? Wer beteiligte sich an Verfolgung und Gewalt, wer leistete Widerstand – und welche personellen und institutionellen Kontinuitäten bestanden nach 1945 fort? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde innerhalb von Polizei und Gendarmerie vor allem jener gedacht, die selbst Opfer des Nationalsozialismus geworden waren. Die Beteiligung österreichischer Exekutivbeamter an Verfolgung, Gewalt und Massenverbrechen blieb hingegen lange Zeit weitgehend unaufgearbeitet.

Heute ist bekannt, dass die Polizei eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung und Aufrechterhaltung der nationalsozialistischen Herrschaft spielte. Die nationalsozialistische Vorstellung von „Ordnung und Sicherheit“ beruhte auf Überwachung, Unterdrückung und Terror.

Polizei und Gendarmerie verfolgten, inhaftierten und töteten Menschen, die das Regime als Gegner betrachtete. Verfolgt wurden auch Angehörige der eigenen Reihen, wenn sie anderen politischen Lagern angehörten, Widerstand leisteten oder Menschen in Gefahr unterstützten.

Österreichische Polizisten und Gendarmen waren zudem maßgeblich an der Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden beteiligt. Viele von ihnen wurden nach dem Ende der NS-Herrschaft für ihre Taten nicht oder nur unzureichend zur Verantwortung gezogen.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über Organisation, Aufgaben und ideologische Ausrichtung der österreichischen Exekutive im Nationalsozialismus und nimmt zugleich die Entwicklungen vor 1938 und nach 1945 in den Blick.

Anhand zahlreicher Biografien zeigt sie unterschiedliche Schicksale, Handlungsspielräume und Verhaltensweisen österreichischer Polizisten und Gendarmen – von Widerstand und Hilfeleistung bis hin zu Verfolgung, Gewalt und Mord.

Umfangreiches Forschungsprojekt
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Forschungsprojekts "Die Polizei in Österreich. Brüche und Kontinuitäten 1938–1945", initiiert vom Bundesministerium für Inneres und durchgeführt an der Universität Graz und dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung. Kooperationspartner sind das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und das Mauthausen Memorial.

Bildcredits: BMI/LPD Wien

Herzogsburg - Bezirksmuseum Braunau am Inn

Altstadt 10, 5280 Braunau am Inn

Telefon+43 7722 808237
E-Mailbezirksmuseum@braunau.ooe.gv.at
Webwww.braunau.at/museen


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