Was bleibt von einer Veranstaltung bestehen – über den letzten Programmpunkt hinaus? Mit dieser Frage kamen am 9. September 40 Veranstaltungsplanende aus ganz Oberösterreich zur dritten Ausgabe der „Green Event Experience“ des Convention Bureau Oberösterreich nach Linz. Veranstaltungsort war das kulinario® eat.enjoy.explore. – mitten im Auftaktgeschehen des Ars Electronica Festivals.
Unter dem Leitgedanken „Kreislauf“ wurde Nachhaltigkeit diesmal ganzheitlich betrachtet: von ressourcenschonenden Materialien und einer nachhaltigen Eventproduktion bis hin zu Formaten, die Wissen vermitteln, Menschen vernetzen und langfristig Wirkung entfalten. „Nachhaltige Veranstaltungen entstehen nicht nur durch das, was wir einsetzen, sondern auch durch das, was wir gemeinsam schaffen. Genau deshalb haben wir das Thema Kreislauf heuer bewusst weiter gefasst: Es geht um Materialien und Ressourcen, aber ebenso um Wissen, Kontakte und Ideen, die weitergegeben werden“, so Verena Schwarz vom Convention Bureau Oberösterreich.
Kreislaufwirtschaft bei Events
Den inhaltlichen Auftakt bildete die Keynote von Susanne von Ciriacy-Laumann, Nachhaltigkeitsmanagerin bei marbet. Sie zeigte, welches Potenzial zirkuläre Konzepte für die Veranstaltungsbranche bieten: Wie lassen sich Messebauten, Materialien und Ausstattung so planen, dass sie mehrfach zum Einsatz kommen? Wo entstehen im Eventalltag die größten Ressourcenverluste? Und an welchen Stellschrauben lässt sich bereits mit überschaubarem Aufwand viel bewegen? Ihre Praxisbeispiele machten deutlich: Kreislaufdenken beginnt schon in der Konzeptionsphase – und nicht erst beim Abbau.
Vom Zuhören ins Mitgestalten
Im Anschluss brachten sich die Teilnehmenden in interaktiven World Cafés ein. Gemeinsam mit Expert:innen und Partnerbetrieben aus Oberösterreich (Linz Tourismus, Design Center Linz, Courtyard by Marriott Linz, Green Event Touristik Wels) vertieften sie vier Zukunftsthemen: Ressourcen und Kreislauf, Kooperation und regionale Wertschöpfung, nachhaltiges Gästeerlebnis sowie Zukunft und Innovation. „Der Austausch auf Augenhöhe ist das Herzstück dieses Formats. Es geht nicht darum, fertige Lösungen zu präsentieren, sondern gemeinsam weiterzudenken. Genau daraus entstehen wertvolle Praxisbeispiele und neue Projektideen“, erklärt Schwarz das Veranstaltungskonzept. Die wichtigsten Erkenntnisse stehen allen Teilnehmenden im Anschluss als Nachhaltigkeitsfibel zur Verfügung – ganz im Sinne des Leitgedankens: Wissen und Ergebnisse sollen nach einer Veranstaltung nicht verloren gehen, sondern weiterwirken.
Ausblick auf die Filmstadt Linz
Für einen besonderen Ausklang sorgte Katharina Albrecht. In einem informellen Gespräch gab sie Einblicke in die Akademie des Österreichischen Films und stimmte auf die Eröffnung des Ars Electronica Festivals ein. Danach ließen die Teilnehmenden den Abend gemeinsam ausklingen – die passende Gelegenheit, Gespräche weiterzuführen und neue Kontakte zu knüpfen.
Die Veranstaltung setzte zugleich ein Zeichen für das Tagungsland Oberösterreich. Die Green Event Experience fand heuer erstmals im eigenen Bundesland und im Umfeld des Ars Electronica Festivals statt. Damit rückte sie wesentliche Stärken des Standorts in den Mittelpunkt: innovative Unternehmen, charakterstarke Locations und ein Netzwerk, das über Branchengrenzen hinweg zusammenarbeitet. Das Zusammenspiel von Kreativität, Technologie und Nachhaltigkeit stärkt Oberösterreich als attraktiven Veranstaltungsstandort.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei nächsten Mal!
Dein Convention Bureau Oberösterreich Team
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