© Foto Oberösterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach: Moorwald Weg in Bad Leonfelden.
Foto Oberösterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach: Zwei Damen spazieren am Moorwald Weg in Bad Leonfelden.
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Moor und Aulandschaften in Oberösterreich

Oberösterreich besitzt eine außerordentliche Vielfalt an unterschiedlichen Moortypen, es beherbergt das größte zusammenhängende Moorgebiet und das größte Hochmoor Österreichs. Diese einzigartigen Naturräume sind beliebte Ausflugs- und Wanderziele. Außerdem ist die positive Wirkung von Moor auf die Gesundheit unumstritten -  ob in Form einer heilenden Moorbehandlung oder beim Ausspannen in den wunderschönen Moorwäldern. 

© Foto: Oberösterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach: Ibmer Moor im Innviertel in Oberösterreich
Ibmer Moor im Innviertel in Oberösterreich am frühen Morgen bei Sonnenaufgang. Nebel liegt über dem Moor, im Hintergrund sieht man ins Gebirge.

Gerlhamer Moor

Im Gerlhamer Moor am Attersee finden sich viele schützenswerte Pflanzen, welche teilweise vom Aussterben bedroht sind, darunter der Sonnentau oder das zur Gattung der Orchideen gehörende Knabenkraut. Aber auch Moorfrösche, Ringelnattern oder Gelbbauchunken fühlen sich hier sehr wohl. Im Rahmen der rund zweistündigen Naturschauspiel-Führungen erzählt Martina Huemer, als 'Gerli, die Moorhexe' verkleidet, wie das Moor nach der letzten Eiszeit entstanden ist. Dabei werden Pflanzen aus dem Moor verkostet, Insekten im Lupenbecher begutachtet und das Moor mit allen Sinnen entdeckt. Die ausgebildete Waldpädagogin bietet Führungen für Kinder und für Erwachsene an.

Ibmer Moor

Das Ibmer Moor ist der größte zusammenhängende Moorkomplex Österreichs und besteht aus dem Bürmoos, dem Weidmoos und dem Ibmer Moos. Mit einem Alter von rund 12.000 Jahren und einer Ausdehnung von 2.000 Hektar ist diese Landschaft ein idealer Rückzugsraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Ibmer Moor Radweg und der Moorlehrpfad bieten sich zum Erkunden dieses einzigartigen Naturschutzgebietes an. Genuss mit allen Sinnen verspricht eine Barfußwanderung im Moor.  Besonders Interessierte buchen eine Moorführung oder besuchen das Moormuseum in Moosdorf. Empfehlenswert ist ein Badetag am Ibmer See oder am Holzöstersee, die zu den wärmsten Badeseen im Land zählen.

Löckernmoos

Auf 1.400 m befindet sich das Hochmoor Löckernmoos in Gosau im Salzkammergut. Es besitzt eine Ausdehnung von insgesamt 7,7 Hektar. Seinen Namen erhielt der Naturkraftplatz von der dort dominierenden Pflanze, der Latsche, die im Dialekt 'Löckern' genannt wird.  Mit dem landschaftlich besonders reizvollen Löckernsee ist dieses Fleckerl Oberösterreich an Schönheit kaum zu überbieten.  Auf den errichteten Holzstegen erkundet man den Löckernsee und seine Besonderheiten auf eindrucksvolle Weise. Empfehlenswert ist eine geführte Tour mit der Wanderführerin Betty Jehle. Mit ihr wird der  Weg durch das Löckernmoos zum Naturschauspiel für die ganze Familie.

Tanner Moor

Das Tanner Moor in Liebenau im Mühlviertel ist das höchstgelegene Waldhochmoor Österreichs. Der Reichtum an seltenen Pflanzen und Tieren ist der kostbarste Schatz des Tannermoores. Ein Fußmarsch am Moorwanderweg startet beim malerischen Rubenerteich. Ein Bad im reinen Moorwasser erfrischt und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.  Vom Hochstand mitten im Moor hat man einen fantastischen Weitblick über die gesamte Fläche des Hochmoores. Auch für Biker ist das Naturschutzgebiet ein beliebtes Ziel.  Die Tanner Moor Tour startet in Liebenau. Vorbei an seltenen Pflanzen wie  Wollgras, Pestwurz und Arnika ist dieser sportliche Auflug gekrönt von außergewöhnlichen Begegnungen inmitten unberührter Natur. Am besten erkundet man das Tanner Moor jedoch mit in Zuge einer professionellen Führung.

Heilkraft aus dem Moor

Heilmoor steckt voller Mineralien, Spurenelemente und entzündungshemmender Wirkstoffe

Die österreichischen Moore liegen im Hinblick auf wertvolle Inhaltsstoffe im internationalen Vergleich im Spitzenfeld. Dennoch überprüft die bundesstaatliche Anstalt für experimentell-pharmakologische Untersuchungen genau, welches Moor für Heilzwecke eingesetzt werden darf.

Das Moorbad Neydhartingzählt zu den bekanntesten Moorbädern Österreichs und ist das älteste noch in Betrieb befindliche Moorbad der Welt. Auch Paracelsus, der Wegbereiter der modernen Medizin, war hier schon als Kurarzt tätig. Heilmoor-Anwendungen werden hier zur Linderung unterschiedlichster Beschwerden, vor allem bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates angeboten.

Auch im Kurort Bad Leonfelden im Mühlviertel setzt man auf die positive Wirkung des Moores. Schon mancher konnte nach mehrmaligem Baden im Moor von seinem Gichtleiden befreit werden. Um dem Lebensraum Wald und Moor näher zu erforschen, begibt man sich in Bad Leonfelden auf eine lehrreiche Wanderung durch den idyllischen "Erlebnisweg Moorwald".