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Hildegard Naturhaus
Die Grenzstadt Braunau
Seit vier Generationen wird hier gebraut, gekocht und beherbergt – mit ruhiger Selbstverständlichkeit und viel Herzblut. Gastgeberin Regina Vitzthum lebt Gastlichkeit nicht als Job, sondern als Haltung: “Gastgeberin zu sein heißt für mich: Der Mensch zählt. Das ist ein Wert, der geblieben ist – und bleiben soll."
Der traditionsreiche Braugasthof liegt direkt am Radweg und ist längst ein Zuhause auf Zeit für Businessgäste, Biker:innen und Genussradfahrer:innen. Acht liebevoll gestaltete Hotelzimmer, eine versperrbare Fahrradgarage mit E-Bike-Ladestation, eine eigene Gästedusche für die letzte Erfrischung vor der Heimfahrt – hier wurde mitgedacht. Umweltfreundlich gebaut, seit Juli 2025 weitgehend autark, offen an sieben Tagen die Woche. Schlafen, stärken, weiterrollen.
Schlafen im Märzen, Aufwachen im Pils
Ein besonderes Detail verrät, wie eng hier alles zusammengehört: Jedes Zimmer trägt den Namen eines Bieres aus der hauseigenen Brauerei. Märzen, Export, Pils, Weißbier, Falstaff oder Premium – sogar die Türschilder erzählen ihre Geschichte und wurden aus den Glasflaschen der jeweiligen Sorte gefertigt. Innen: schlicht, klassisch, zeitlos. Ein durchdachtes Konzept ohne Schnörkel. “Unser Bier ist naturbelassen. Kein Einheitsgeschmack, kein industrieller Standard. Wir pasteurisieren nicht – wir brauen mit Liebe.”
Bier mit Charakter – und Geschichten
Gebraut wird hier mit Haltung und Tradition. Das Fassbier nach einer Radtour? Für Regina am liebsten ein erfrischendes Export. Zum Essen ein herberes Pils. Und zum Vanilleeis ein dunkles Premium – kein Starkbier, sondern ein feiner Begleiter. Selbst die Familienhündin trägt einen passenden Namen: Stout. Eine Besonderheit ist das Fastenbier, das nur wenige kennen. Inspiriert vom Studium ihres Mannes in Freising-Weihenstephan wird es mit Fastenpredigt und eigenem Anstich zelebriert – eine Rarität, die man sonst kaum findet. Brauereiführungen, Einkehren, Übernachten: Alles greift ineinander.
Glück hat oft zwei Räder
Privat ist Regina selbst gern mit dem E-Bike unterwegs – am liebsten entlang der Mattig, mit Blick übers Mattigtal. “Glück ist für mich, wenn man in der Sonne sitzt, eine Pause macht – und die Kinder daneben. Oft sind es die kleinen Dinge.” Ein paar Tage dem Alltag entkommen, die Seele baumeln lassen, gutes Essen, gutes Bier, Zeit mit der Familie. Jede Jahreszeit bringt hier ihren eigenen Reiz mit sich. Ein Ort zum Durchatmen. Ein echtes Erholungsparadies. “Wenn alle gesund sind und der Betrieb gut läuft – dann passt es.” Und genau dieses Gefühl nehmen Radfahrer:innen mit, wenn sie weiterziehen: ein stilles Glücksgefühl. Echt jetzt.