Keine Stunde ohne Almhütte
Almen und Hüttenführer
Wo Berge Menschen verbinden
Lebendiger Zeitgeist am Berg
Liebeserklärung an die Berge
Zwischen Fels und Fernblick
“Viele Menschen kommen auf den Berg, weil sie Abstand vom Alltag suchen. Die Natur bietet ihnen Ruhe, Weitblick und Erholung – und wir als Hüttenwirtinnen und Hüttenwirte dürfen dieses besondere Erlebnis ein Stück mitgestalten", sagt Ingrid Lindlbauer, die gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Gabriel Povacz die Hofalm bei Spital am Pyhrn im 360° Alpenland bewirtschaftet. Und das mit einer Philosophie, bei der kompromisslose Regionalität, Qualität und nachhaltiges Denken an erster Stelle stehen.
Mit ihren 23 Schlafplätzen ist die Hofalm bewusst klein und familiär geblieben. Familien mit Kindern zählen ebenso zu den Stammgästen wie ambitionierte Bergsteigerinnen und Bergsteiger, die auf ihrer Tour zum Großen Pyhrgas einkehren oder übernachten. “Besonders schön ist es, wenn Kinder bei uns ihr erstes Bergerlebnis erleben. Oft merkt man, wie beeindruckend eine Nacht auf einer Hütte für sie ist. Solche Erlebnisse bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung.”
“Gerade auf einer kleinen Hütte entstehen Begegnungen, für die im Alltag oft die Zeit fehlt. Viele interessieren sich für unser Leben auf der Alm, für die Arbeit auf einer Schutzhütte oder einfach dafür, wie sich der Alltag mitten in der Natur gestaltet”, erzählt Lindlbauer.
Schweinsbraten oder vegan – Hauptsache Qualität!
Zur besonderen Atmosphäre gehört für die Hüttenwirtin auch eine ehrliche und regionale Küche. “Wir kochen frisch, verzichten bewusst auf Convenience-Produkte und setzen auf hochwertige Zutaten aus der Region. Neben klassischen Hüttengerichten wie einem frischen Schweinsbraten aus dem Ofen gibt es bei uns auch Linsen-Dal, neben dem Ribiselkuchen auch vegane Zimtschnecken.” Die Philosophie: “Die Küche auf einer Hütte darf einfach sein – entscheidend ist die Qualität. Denn nach einem Tag in den Bergen soll auch die Einkehr in guter Erinnerung bleiben.”
Nachhaltigkeit ist auf einer Alpenvereinshütte keine Zusatzaufgabe, sondern Teil des täglichen Lebens. Die Hofalm trägt das Umweltgütesiegel des Alpenvereins und wird nach klar definierten Nachhaltigkeitskriterien geführt. Strom liefert ausschließlich die eigene Photovoltaikanlage, das Wasser stammt aus der eigenen Quelle. “Wir müssen mit dem auskommen, was wir haben”, sagt Lindlbauer.
Mit der Bahn zur Wanderung auf die Hofalm
Gleichzeitig ist die Hütte auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. „Wer mit der Bahn nach Spital am Pyhrn anreist, kann die Hofalm bequem zu Fuß erreichen. Gemeinsam mit weiteren Hütten beteiligen wir uns außerdem an der Aktion "Freie Nacht fürs Klima”, bei der Gäste an ausgewählten Terminen bei klimafreundlicher Anreise eine Übernachtung geschenkt bekommen.“
Abschließend hebt Lindlbauer auch die Bedeutung der Alpenvereinshütten für den Tourismus hervor: “Schutzhütten sind weit mehr als ein Platz zum Einkehren oder Übernachten. Gemeinsam mit den ehrenamtlich betreuten Wanderwegen bilden sie eine unverzichtbare Infrastruktur für den alpinen Tourismus. Dass dieses Angebot in so hoher Qualität besteht, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis des großen Engagements vieler Menschen, die mit Leidenschaft für unsere Bergwelt leben und arbeiten.”