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Der malerische Gosausee im Herbst - im Hintergrund der Dachsteingletscher

Goldener Herbst
im Salzkammergut

Altweibersommer im Salzkammergut

Bunte Wälder, urige Hütten, stille Seen. Wo sich im Sommer Tausende Langstreckenfans tummeln, ist im Herbst Durchschnaufen und Genießen angesagt. Wir zelebrieren den Saisonausklang in der Mountainbike-Marathon-Hochburg Bad Goisern.

Wir nützen das grandiose Wetter für eine Biketour und eine Rast am vielleicht schönsten Logenplatz des Salzkammerguts. Während wir auf unsere Brettljause warten, wenden wir unsere Gesichter der Sonne und damit dem Dachstein zu. Die vordere Bankreihe der Hütteneck-Terrasse ist leer, der Blick auf den König des Salzkammerguts somit ungestört. Blendend weiß glitzert sein vergletschertes Plateau herüber. Tief darunter erzählt das dunkle Wasser des Hallstättersees von den Badefreuden und Schifffahrten des vergangenen Sommers.

Lisi Hager und Bernhard Höll bei einer Brettljause auf der Hütteneckalm

Dazwischen räkelt sich die gesamte Weltkulturerberegion Dachstein Salzkammergut im milden Herbstlicht: das mächtige Dachsteinmassiv mit seinen riesigen Schauhöhlen und spektakulären Aussichtsterrassen; das pittoreske Hallstatt samt Salzwelten, Beinhaus und Gräberfeld; des Kaisers mondänes Refugium für alle Zeit, Bad Ischl; die eilig fließenden, teils stürzenden Wasser von Gosaubach, Waldbachstrub oder Traun; die in nunmehr prächtige Farben getauchten Waldhänge von Raschberg, Kalmberg und Co.; und erst recht die blühenden Astern, Dahlien und Erika in den Vorgärten und Balkontrögen unten im Tal.
Schon jetzt entpuppen sich der Austragungsort von Österreichs größtem Mountainbike-Marathon und dessen Umgebung als ideale Wahl für unser Ansinnen: Runterkommen, Durchschnaufen, eine großartige Radsaison Revue passieren und Pläne für die nächste herankommen lassen. Dabei gut essen und trinken, die Umgebung genießen und ein paar unaufgeregte Kilometer machen.

Mountainbiketour durch das Salzkammergut

Unser Atem hat sich endgültig beruhigt. Zweimal mussten Lunge, Herz und Muskeln auf dem Weg von Bad Goisern hier herauf Schwerstarbeit verrichten - wenn auch immer nur kurz. Die Sonderprüfung im Schwarzenbachloch wäre zu vermeiden gewesen, gibt's unter den vielen Auffahrtsvarianten zum Hütteneck doch sanftere als jene über die wildromantische Kriemoosalm und besagten, felsig-steilen Graben. Nur: Wer wollte nicht die erste Schlüsselstelle der berühmt-berüchtigten Salzkammergut Trophy einmal außerhalb des Renngeschehens probieren? Alternativenlos dann hingegen die letzten Steilkurven zum auf 1.240 m Höhe gelegenen Berggasthof.

Rauf auf den Raschberg, runter ins Rettenbachtal oder rüber ins Steirische ... vom zentralen Publikumspunkt der Salzkammergut Trophy scheint so ziemlich jede Stoßrichtung möglich. "Wir könnten die Traunseite wechseln und durchs Weißenbachtal zur Chorinsky-Klause fahren und dann auf den Hochmuth", bringt unser Guide Bernhard Höll eine weitere, ob der funktionstüchtigen, aber stillgelegten Holzdriftanlage auch kulturgeschichtlich interessante Möglichkeit ins Spiel. G'standene Goiserer schnupfen das Hütteneck ja zum Frühstück. Stadtpflanzen wie unsereins gehen mit den gerade erst gewonnenen 700 Höhenmetern ungleich sorgsamer um. Und so entscheiden wir uns schließlich für eine erweiterte Hüttentour: über die Tauernkreuzung zur Hoisnradalm, und dann via Ewige Wand zur Rathlucken.

Biketour durch den herbstlichen Wald

Wie lieblich sich die kleinen, wettergegerbten Hütten der Gschwendtalm in die buckligen Wiesen ducken! Wie verführerisch der Wolfgangsee hervorblitzt, während man von der Hoisnradalm auf Bad Ischl hinunterblickt! Und wie friedlich und ruhig, fast schon entrückt, man im Angesicht des Toten Gebirges im Garten dieses familiären Almgasthauses verweilt! Nur wenig später zeichnen die steil auffahrenden Felswände des Predigstuhl ein ganz anderes Bild: Tonnen von blankem Stein über uns, unvermittelte Abbrüche vor uns. Ein schmales, in den Berg gegrabenes Band, dazu kühn in die Wand geschlagene Eisentritte und -haken für Kletterer, zwei beleuchtete Tunnelröhren, und vor uns nichts als Weite, Wiesen, Wasser und Wald - oder doch: ganz hinten beschließt der Krippenstein den imposanten Blick über das gesamte Gosautal und den Hallstättersee. Nicht umsonst ist die Ewige Wand einer der bekanntesten Flecken im Salzkammergut und fast so etwas wie das Wahrzeichen der Salzkammergut Mountainbike Trophy.

Lisi Hager und Bernhard Höll mit Ihren Bikes auf der Ewigen Wand in Bad Goisern

Wir nehmen Platz auf der gemütlichen Aussichtsterrasse der Rathlucken Hütte. Im Licht der untergehenden Sonne gilt es, sich nach der Brettljause am Hütteneck und der Malakofftorte auf der Hoisnradalm zu entscheiden: Nochmal was Süßes oder lieber deftig-kräftig à la Kasspatz'n und Grammelschmalzbrot? Die Wahl fällt auf Pofesen, die kreativerweise nicht mit Powidl-Marmelade kredenzt werden, sondern mit dem, was hier in den Wäldern wächst: Heidelbeeren!

Köstliche Heidelbeer-Pofesen

Die zart angezuckerte Sünde samt "Haferlkaffee" erweist sich als würdiger Abschluss eines gar wundervollen Tages in den Bergen und Hütten des Salzkammerguts. Mit fast genau 1.000 Höhenmetern in den Beinen und drei Zwischenstopps am Tourenprogramm scheint unser Ziel eines gemütlich-genussvollen Saisonausklangs ziemlich exakt erfüllt. Und doch klingt uns beim Runterfahren der erstaunt-erschrockene Kommentar einer älteren Wandersfrau, die wir nahe der Hoisnradalm getroffen haben, in den Ohren:


Es håbt's jå goa kan Strom net … um Gottes Wün!

Tatsächlich sind uns über den Tag verteilt an die 40 Mountainbiker begegnet. Mit Ausnahme dreier weiterer Genossen waren wir jedoch die einzigen ohne Motorunterstützung. Offensichtlich sind die E-Bikes in diesem teils bergig-steilen Gebiet noch unübersehbarer angekommen als anderswo. Im Laufe des Abendessens an einer der ersten Adressen für Biker im Inneren Salzkammergut, dem mitten im Zentrum von Bad Goisern gelegenen Moserwirt, fassen wir deshalb einen spontanen Entschluss: Unseren zweiten Tag in der Welterberegion wollen wir noch gemütlicher angehen und uns hierfür E-Bikes vom örtlichen Bikeshop, der Mauna Loa Bikeworld, leihen. Gesagt, getan. Unsere Pedale sind rasch ummontiert, und nur wenig später sind wir unterwegs "in d'Gosing", wie die Einheimischen zu sagen pflegen. Sprich: Wir fahren nach Gosau. Unser heutiges Tagesziel ist das sogenannte Löckenmoos samt gleichnamigem See und vorgelagerter Badstub'n Hütte.

Spinnweben mit Wassertropfen sind typisch für den Altweibersommer in Oberösterreich

Wir starten beim Speichersee in Vordertal. Der Herbst meint es an diesem Morgen noch nicht ganz so gut mit uns wie tags zuvor. Es ist eisig kalt und schattig, unser Atem kondensiert in dicken, grauen Wolken, sowie er den Mund verlässt. Was würden wir auf diesen ersten Metern durch den Brielgraben für ein paar Sonnenstrahlen geben. Aber was unten im Tal nicht ist, kann ja etwas weiter oben noch werden. Die Überbrückung gelingt dank E-Bikes in erstaunlich kurzer Zeit. Eigentlich hatten wir uns ja geschworen, die Motorunterstützung mit Maß und Ziel einzusetzen, um unserem Unternehmen einen Hauch von Sportlichkeit angedeihen zu lassen. Aber mal ehrlich: Wer würde sich nicht per Turbo-Boost einfach in die wärmende Sonne beamen, wenn Finger und Zehenspitzen vor Kälte kribbeln?

Biketour durch den herbstlichen Wald

Durch prachtvoll verfärbte Wälder, goldene Wiesen und Lichtstrahlen, die in glitzernden Bahnen durch die Bäume brechen, kurbeln wir ungewohnt leichtfüßig und schnell der Badstub'n Hütte entgegen. Dort stellen wir unsere Leihräder vorerst ab. "Im Naturschutzgebiet gibt's kein Fahren", hat uns Bernhard Höll schon vorab unmissverständlich klargemacht. Ehe wir unseren Weg zu Fuß fortsetzen, beruhigt er noch:


Um die Bikes müsst ihr euch keine Sorgen machen, hier kommt nichts weg.

Lisi Hager und Bernhard Höll auf den Weg durch das Löckenmoor

Das 7,7 Hektar große Löckenmoor kündigt sich an, noch ehe der erste der vielen, liebevoll angelegten Holzstege, die durch das Schutzgebiet führen, zu sehen ist. Die Vegetation verändert sich. Wo gerade noch hoch aufragende Fichten waren, sind nun niedrige Latschen. Statt Moosen und Farnen bedecken immer mehr niedrige Büscheln die Erde - Heidelbeeren, Rauschbeeren, Preiselbeeren. Bald stehen sie so dicht, dass kein Durchkommen mehr möglich wäre... so man sich denn überhaupt noch getraut, den Fuß auf den allmählich feuchter werdenden Boden links und rechts des Weges zu setzen. Aber auch dessen Planken und Rundlinge werden zunehmend rutschig. Der gebotene, vorsichtige Gang ist eine ideale Einstimmung auf das, was einen beim endgültigen Betreten des Hochplateaus erwartet.

Denn plötzlich wird der Blick weit und der Mensch ganz klein. Tiefblau spannt sich der Himmel über ein schier unendliches Meer an Latschen, Heidekraut und kleinen Felsen. Es gluckert und gluckst, raschelt und surrt. Davon abgesehen, ist es trotz zahlreicher weiterer Wanderer unglaublich still. Zu unserer Linken erhebt sich majestätisch der Gosaukamm. Weiter vorne werden sich seine mächtigen Zinken und spitz aufragenden Kogeln im kleinen Rund des Löckensees spiegeln. Auf der anderen Seite, aber ungleich weiter weg, reihen sich die Gipfel des Tennengebirges aneinander: Tauernkogel, Hochkarfelderkopf, Bleikogel, Großer Traunstein ... Und dazwischen thront der Hochkönig und schickt felsig-vergletscherte Grüße aus dem Pinzgau zu uns.

Bernhard Höll und Lisi Hager beim Löckensee

Wir machen es wie die meisten Besucher des Löckenmoos und saugen die einzigartige Stimmung eine ganze Weile in uns auf. Erst als sich der Mittagshunger meldet, wenden wir uns langsam zum Gehen - gerade rechtzeitig, um bei der idyllisch auf einer Waldlichtung gelegenen Badstub'n Hütte einen Sonnenplatz zu ergattern. Mit Kaspressknödelsuppe und (ja, schon wieder! Aber wenn's doch hier eine Spezialität sind...) Pofesen im Bauch entschließen wir uns, auch dem Gosausee noch einen Besuch abzustatten. Schließlich können uns zusätzliche Höhenmeter heute nichts anhaben. "Außerdem wäre bei der Ebenalm nochmal schön sitzen", merkt unser Guide, mittlerweile ebenfalls ganz im Chill-out-Modus, verschmitzt lächelnd an.

Wir kurbeln weiter, begleitet von leisem Motorsurren, entlang sonniger Wiesen und bunter Wälder und sehen uns alle paar Meter zu einem Zwischenstopp gezwungen. Diese Aussicht, diese Ruhe, dieses Idyll! Mal ist es der Blick hinunter auf Gosau samt Salzkammergut-Bergen und Ramsaugebirge, der uns zum Anhalten animiert, mal ein Bankerl, dass romantisch ins Land hineinschaut. Und zur abschließenden Krönung rücken noch König Dachstein und der Gosausee ins Bild und zeichnen uns zum Abschied ein Saisonausklangsgemälde, wie es im Buche steht.

Lisi Hager und Bernhard Höll mit Ihren Bikes im Salzkammergut - im Hintergrund der Dachsteingletscher

Diese Reportage wurde von Lisi Hager verfasst.

Einkehr- und Übernachtungstipps von Lisi Hager

Alpengasthaus Hütteneck

Almgasthaus Hoisnrad Alm

Rathlucken Hütte

Badstub'n Hütte

Ebenalm

Gasthof Hotel Moserwirt

Weitere Informationen zur Region

Die Dachstein Salzkammergut Region umfasst die oberösterreichischen Orte Bad Goisern, Obertraun, Hallstatt und Gosau sowie mehrere Seen, allen voran Hallstätter- und Gosausee. 1997 zum UNESCO Welterbe erklärt, erfreut sich das durch Salzabbau und -handel reich gewordene Gebiet regen Zuspruchs internationaler Gäste. Aber auch für Wanderer, Familien, Gesundheitsurlauber, Kletter- und Wassersportler oder Kulturliebhaber gibt's hier ober, unter und über der Erde jede Menge zu entdecken - Höhlen, Aussichtsplattformen, Bergwerke, Heilquellen, Museen uvm.

Salzkammergut Trophy

Mountainbikern ist der grandiose Naturraum als Austragungsort der Salzkammergut Trophy bekannt. Sieben Strecken zwischen 22 und 211 km stehen bei Österreichs größtem Mountainbike-Marathon zur Wahl. Viele weitere Attraktionen und Nebenbewerbe machen den alljährlich Mitte Juli steigenden Event zu einem Fest für Tausende Radfahrer.

Mountainbike Touren

Das vorrangig auf Forststraßen geführte, offizielle Streckennetz reicht über die Landesgrenze hinweg bis ins Ausseerland und umfasst, auch Bad Ischl und den Traunsee miteinbezogen, rund 1.400 Kilometer. Seine Befahrung ist zwischen Mai und 31. Oktober von zwei Stunden nach Sonnenaufgang bis eine Stunde vor Sonnenuntergang erlaubt.

Mountainbike Kompetenzzentrum

Ergänzt wird dieses Angebot durch geführte Individual- und Fix-Touren, Leih-Räder mit und ohne Motor, Shuttle-Dienste, Technik-Trainings, eine Wettkampfstrecke auf Weltcup-Niveau, spezialisierte Unterkünfte, kompetente Fachhändler... Infos dazu gibt's bei Helmut Simonlehner unter Tel.: +43 650 4054768 oder per e-Mail: info@biken.at

Bike-Verleih und Bike-Shop

Unterkünfte in der Region

Ferienregion Dachstein Salzkammergut

Kirchengasse 4
4822 Bad Goisern am Hallstättersee

Telefon: +43 5 95095-19
e-Mail:    info@dachstein-salzkammergut.at
www.dachstein-salzkammergut.at

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