Komm, steig ein.
Wir reisen durch die Zeit.
Zurücktreten bitte… wir fahren ab! Vor uns liegt eine Reise, die nicht in Kilometern zu messen ist. Sondern in Jahrhunderten und Jahrtausenden. Steig ein und sei dabei, wenn es dorthin geht wo die vier Welterbestätten Oberösterreichs ihre Wurzeln haben.
Entdecke das älteste Salzbergwerk der Welt. finde heraus, warum die Menschen seit der Jungsteinzeit an den Seen im Salzkammergut siedeln. Erkunde die Plätze, wo die Römer am Donaulimes die Grenzen ihres Reichs bewachten. Und lass dir den Platz zeigen, wo 500 Jahre alte Buchen wachsen. Ausgestiegen wird aber erst in der Zukunft. Wo du die sehen kannst? Schau einfach in Linz vorbei…
Es ist gut und gerne sieben Jahrtausende her als Menschen entdeckten, dass das Gestein im Hochtal über dem heutigen Hallstatt einen unglaublich wertvollen Bodenschatz barg. Erst an der Oberfläche, dann immer tiefer im Berg bauten sie Salz, das “weiße Gold" ab. Reiche Funde zeichnen die wechselvolle Geschichte des ältesten Salzbergwerks der Welt nach. Und geben einer ganzen Epoche der Menschheitsgeschichte den Namen “Hallstattzeit”.
Prägend für die Region ist zugleich die urtümliche, von weit verzweigten Höhlen durchzogene Karstlandschaft des Dachsteins. Der Berg und das Salz, beides gemeinsam macht diese Landschaft so unglaublich einzigartig. Und beides, Natur und Kultur hat die UNESCO bewogen, diese Region in die Liste des Welterbes der Menschheit aufzunehmen.
Die Berge- und Seenkulisse des heutigen Salzkammerguts hat wohl schon die Menschen der Jungsteinzeit fasziniert. Ackerbau und Viehzucht bewogen unsere Vorfahren sesshaft zu werden. Im Uferbereich von Seen, in Oberösterreichs vor allem am Attersee und am Mondsee errichteten, sie Pfahlbausiedlungen. Die UNESCO erklärte im Jahr 2011 Fundstellen von Pfahlbauten im ganzen Alpenraum zum Welterbe. Darunter zahlreiche im oberösterreichischen Salzkammergut, am Attersee, Mondsee und Traunsee deren Epoche von der Jungsteinzeit bis in die Bronze- und Eisenzeit reicht.
Die Überreste der Pfahlbaukultur, die so entscheidend war für die Entwicklung der Menschheit, sind im Wasser der Seen verborgen. Und wenn auch die Welt der Pfahlbauer im ganz wörtlichen Sinn versunken ist, so sind ihre Spuren heute gut erforscht und erlebbar.
Die jüngste Welterbe-Stätte Oberösterreichs ist der Donaulimes, die einstmals befestigte Nordgrenze des Römischen Reiches. Zur Verteidigung errichteten die Römer eine insgesamt hunderte Kilometer lange Kette an Legionslagern, Kastellen und Wachanlagen die sich quer durch ganz Mitteleuropa erstreckte.
An der oberösterreichischen Donau haben sich Spuren der Antike etwa in Form des Römerburgus in Oberranna bei Engelhartszell und in Schlögen erhalten. Das Museum Lauriacum dokumentiert die Römerzeit in Oberösterreich am einzigen Standort eines Legionslagers in der ehemaligen Provinz Noricum. Auch das Hinterland des Limes war mit Städten, Landgütern und Straßen großzügig ausgebaut.
Neben herausragenden Kulturstätten schützt das UNESCO-Welterbe auch außergewöhnliche Naturlandschaften. Ein solches Naturjuwel liegt im Nationalpark Kalkalpen im Südosten Oberösterreichs, eine Waldwildnis wie aus dem Bilderbuch. Der Nationalpark erstreckt sich über die waldreichen Gebirgszüge des Reichraminger Hintergebirges und des Sengsengebirges. Mit 209 Quadratkilometern Fläche ist er der größte Waldnationalpark Österreichs, drei Viertel dieser Fläche sind Wildnis.
Mehr als 5.000 Hektar alte Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen wurden - gemeinsam mit ähnlichen Naturräumen in 10 europäischen Staaten - auf die Liste des Welterbes der UNESCO gesetzt. Damit ist Oberösterreichs einziger Nationalpark nicht nur das größte Buchenschutzgebiet der Alpen. Hier wachsen auch die ältesten Exemplare dieser Baumart im Alpenraum - so mancher “Baum-Methusalem” ist mehr als 550 Jahre alt.
Diese Zeitreise führt direkt in die Zukunft. Nächster Halt: Linz, die UNESCO City of Media Arts. Als solche gehört Oberösterreichs Hauptstadt zum Netzwerk der “Creative Cities”, einem exklusiven Zirkel besonders zukunftsorientierter Städte.
Mit dem seit 1979 jährlich stattfindenden Ars Electronica Festival hat sich Linz als weltweiter Hotspot der Medienkunst positioniert. Das Ars Electronica Center als Museum der Zukunft ist das ganzjährig offene Fenster in die Zukunft. Neue Technologien und ihre Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft stehen bei Ars Electronica im Fokus. Center. In der Linzer Tabakfabrik ist inzwischen ein neues Kreativzentrum der Stadt entstanden, die sich mittlerweile als Zentrum der Medienkunst fest etabliert hat und damit neue Perspektiven und Innovationen in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft schafft.
Städte, Schlösser und Schätze
Anton Bruckner
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Die Römer in Oberösterreich
Zeitgenössische Kunst
Sommerfrische im Salzkammergut