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Drei St. Florianer Sängerknaben in Uniform.

Sängerknaben
sind keine Engel

Man kennt sie als oberösterreichische Institution. In den für Knabenchöre so typischen Matrosenanzügen lachen die St. Florianer Sängerknaben von CD- und DVD-Covern. Sie begeistern ihr Publikum mit gesanglichen Leistungen auf höchstem Niveau. Nicht nur in Oberösterreich.

Sechs uniformierte St. Florianer Sängerknaben beim Singen.

Die Sängerknaben arbeiten an Opernproduktionen in Wien mit, singen nicht nur im heimatlichen Oberösterreich sondern gehen auch jedes Jahr auf Konzertreisen um die ganze Welt. Kurz: Diese Kinder sind mit allen Wassern gewaschene Vollprofis im Musik-Business, die es gewohnt sind auf Bühnen im In- und Ausland Höchstleistungen abzurufen.

Lampenfieber? Fehlanzeige. "An den Ablauf der Konzerte gewöhnt man sich mit der Zeit, da ist man eigentlich nicht mehr wirklich nervös", gibt Christian, Sängerknabe seit drei Jahren, den abgebrühten Profi. Um kurz darauf mit lausbübischem Grinsen einzuschränken: "Bei den Soli kann es schon sein, dass man kurz Angst hat, den Text zu vergessen." Da blitzt dann doch das Kind hinter dem Sängerknaben hervor.

Sechs St. Florianer Sängerknaben in einem bestuhlten, barocken Saal des Stiftes St. Florian.

Deutschland, Ungarn, China, Mexico, Kasachstan, Chile, Guatemala.

Christian zählt die Länder auf, die er mit dem Chor schon bereist hat. Länder, die viele Erwachsene in ihrem ganzen Leben nicht zu sehen bekommen. Und doch sitzt er mit seinen Kollegen altersentsprechend betont lässig im Probenraum.

Ganz normale Kinder? Ja, solange bis Franz Farnberger, fast vier Jahrzehnte lang künstlerischer Leiter der Sängerknaben, das Klavier erklingen lässt und die Buben den "Kaiserwalzer" anstimmen. Dann hört man sofort, warum sie als musikalische Botschafter Oberösterreichs weltweit Menschen begeistern.

Wer die "Florianer" im Umfeld ihres "Zuhauses" im altehrwürdigen barocken Augustiner Chorherrenstift St. Florian erlebt, erkennt rasch, was Geschäftsführerin und Konzertmanagerin Christa Steinkellner meint, wenn sie sagt: "Sängerknaben sind keine Engel." Da wird schon einmal unbefugt ein Konzertflügel "in Betrieb" genommen, wenn das Warten auf die Probe zu lange dauert. Da schleicht sich der eine oder andere in die Warteschlange bei der Essensausgabe, um eine zweite Portion zu ergattern, noch bevor alle mit dem ersten Teller versorgt sind. Die Buben erscheinen im Fußballdress und barfuß zur Probe, in der dann zwischendurch schon mal ein vom Sport lädiertes Bein mit einem Kühlbeutel versorgt wird.

Zwei St. Florianer Sängerknaben während der Probe am Konzertflügel stehend.
Im Probenraum bei den St. Florianer Sängerknaben, vorne am Flügel Chorleiter Markus Stumpner.

Wer fleißig probt...

Singender St. Florianer Sängerknabe während der Probe.

...und konzentriert singt...

St. Florianer Sängerknaben im Pool der Outdoor-Freizeitanlage, im Hintergrund das barocke Stift St. Florian..

...hat sich die Abkühlung im wohl schönsten "barocken" Pool Oberösterreichs redlich verdient. Die Outdoor-Freizeitanlage des Internats der St. Florianer Sängerknaben unter den Mauern der hochbarocken Stiftsanlage ist beeindruckend.

Kind sein dürfen

In diesen Momenten wird sichtbar, dass Sängerknaben ganz normale Neun- bis Vierzehnjährige sind, mit all den alterstypischen Flausen im Kopf. Und darauf, dass sie dieses "Kindsein" auch ausleben können, achtet das Team rund um den Chor sehr akribisch. Damit sich die jungen Künstler entsprechend austoben können gibt es im Internatsbereich den wohl schönsten und größten barocken Fußballplatz Oberösterreichs. Daneben den Pool zur Abkühlung. Und auch auf dem Kirschbaum sitzen eine Handvoll Buben und genießen unbeschwert die Früchte des Sommers.

Ein St. Florianer Sängerknabe präsentiert beim Klettern auf dem Kirschbaum seine Ernte.

Das ist unser kleines Paradies.

Mit diesen Worten schwärmt Internatsleiter Wolfgang Gruber von diesem Outdoor-Bereich mit wildromantischem Teich zum Floßfahren und einer Feuerstelle für lange Abende. Da spielt es dann plötzlich auch gar keine so große Rolle, dass das Smartphone nicht rund um die Uhr verfügbar ist. Denn bis auf genau definierte Zeitfester bleibt der Internatsbereich eine "Handyfreie Zone" - und die mobilen Computer im Handyschrank weggesperrt.

Warum die Erzieher und Lehrer hier einen zwar bestimmten aber doch betont partnerschaftlichen Umgang mit den Kindern an den Tag legen, bringt Franz Farnberger bestechend präzise auf den Punkt: "Wir sind keine normalen Lehrer, die die Kinder abprüfen und dann Noten geben. Wir haben ein gemeinsames Projekt. Wenn wir auf der Bühne erfolgreich sind oder scheitern, dann immer gemeinsam." Und das empfinden die Sängerknaben selbst genauso. Ja, es gebe immer wieder Buben, die am Beginn der Sängerknabenzeit im Internat Heimweh haben, weiß Kevin, der im zweiten Jahr mit dabei ist. Aber: "Wir helfen uns da gegenseitig. Wir sind wie eine Familie, die zusammenhilft".

Sängerknaben beim Floßfahren auf dem Teich im Outdoorbereich des Internats der St. Florianer Sängerknaben.

Eine große Familie

Eine Familie, der "Mann" oft weit über das Sängerknabenalter hinaus verbunden bleibt. 25 Köpfe zählt der Männerchor, der sich fast ausschließlich aus ehemaligen Sängerknaben zusammensetzt. Zwischen 16 und 55 Jahre alt sind die sangesfreudigen Herren unter Chorleiter Markus Stumpner, der ab Herbst 2018 auch bei den Sängerknaben selbst die Chorleitung übernehmen wird.

Die Mitglieder des Männerchores nehmen durchaus lange Anreisen in Kauf, um zur wöchentlichen Probe zu erscheinen. Und sie begleiten die Sängerknaben auf ihren Tourneen, um mit den unterstützenden Männerstimmen deren Repertoire zu erweitern. Da kommt es dann schon einmal vor, dass auch unbezahlter Urlaub in Anspruch genommen wird, um bei einer Auslandstournee dabei sein zu können. Es geht ja immerhin um die "Familie".

Das Stift St. Florian

Nach dem Tod des Heiligen Florian im Jahr 304 wurde das Grab des Märtyrers zu einer Pilgerstätte. Um 800 lassen schriftliche Zeugnisse am diesem Ort ein Kloster vermuten. 1071 übernehmen die Augustiner Chorherren das Stift. Ab 1686 entstand der barocke Bau in seiner heutigen Gestalt.

Die Sängerknaben

Seit 1071 gibt es in St. Florian Sängerknaben - wenn auch nicht in der Form eines Chores, wie wir ihn heute kennen. Der wohl berühmteste "Florianer", Anton Bruckner, war etwa ab 1837 einer von nur drei Sängerknaben seiner Zeit. Seit 1997 sind die "Freunde der St. Florianer Sängerknaben" Träger der Institution.

50 Sängerknaben leben im Stift im Internat. Sie besuchen die Neue Mittelschule St. Florian. In Sängerknaben-Klassen wird der Schulbetrieb mit den Bedürfnissen des Chores in Einklang gebracht.

Website Sängerknaben
St. Florianer Sängerknaben beim Fußball spielen.

Das Stift erleben - die Sängerknaben hören

Ein Besuch im Stift. St. Florian

Adventkonzert der St. Florianer Sängerknaben

Große Weihnachtsgala im Brucknerhaus Linz

Wandern und Radeln rund um St. Florian

Museen- und Schlösser im Florianerland

Donausteig-Runde: Der Mühlsteinweg

Auf dem Donausteig von Linz nach Enns