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Johann Schwarzmayr, Museumskustos des Franz Xaver Gruber Gedächtnishauses in Hochburg-Ach.

Der Geschichte-
Erzähler

Leidenschaft für Stille Nacht

Wenn Johann Schwarzmayr die Stube im Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus in Hochburg-Ach betritt, dann könnte man glauben, dass dieser Mann hier wohnt. Geduldig wartet er, bis seine Gäste auf den Bänken rund um den urigen Holztisch Platz genommen haben. Bedächtig nimmt er seinen Hut ab und hängt ihn über dem gemauerten Ofen auf, der an kalten Wintertagen wohlige Wärme spendet.

Sobald alle ihr Plätzchen auf den Bänken gefunden haben, beginnt Johann Schwarzmayr zu erzählen. Vom kargen Boden unterhalb den Kirchenhügels, der so steinig war, dass man diese Gegend „Steinpoint“ nannte. Vom „alten Weber“, der dort im ausgehenden 18. Jahrhundert die „Steinpointsölde“ bewirtschaftete, auf deren Äckern nur der anspruchslose Flachs ausreichend Ertrag abwarf. Und vom Sohn des Webers, dem „Franzl“, der so gar keine Freude mit der Arbeit am Webstuhl hatte und sich lieber der Musik und dem Orgelspiel widmen wollte.

Kustos Johann Schwarzmayr im Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus in Hochburg-Ach.

Ein begnadeter Erzähler

Mit jedem Satz, mit jeder Anekdote über die Kindheit Franz Xaver Grubers, der später die weltberühmte Melodie des Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ komponieren sollte, glänzen die Augen Schwarzmayrs noch ein wenig mehr, wird seine Gestik immer lebhafter. Dieser Mann erzählt im bodenständigen Innviertler Dialekt so lebendig aus längst vergangenen Zeiten, dass seine Zuhörer glauben könnten, er wäre selbst dabei gewesen. Als hätte er zu den verschwörerischen Dorfbewohnern gehört, die dem jungen Gruber gegen den Willen des Vaters eine erste Musikausbildung ermöglichten. Als wäre er selbst daneben gestanden, als der Dorfpfarrer zur Steinpointsölde kam, um dem überraschten Weber mitzuteilen, dass sein zwölfjähriger Franz die Sonntagsmesse an der Orgel begleiten soll, weil der Lehrer erkrankt sei. Als hätte er nach dieser Messe selbst zu den Hochburgern gehört, die Grubers Vater auf die Schultern klopften, weil er den Franzl so toll Orgel spielen lernen hätte lassen.


Da ist der alte Weber dann mit dem Rücken zur Wand gestanden.
Tief verschneit liegt das Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus in Hochburg-Ach, im Vordergrund Bronzeskulpturen am Ausgangspunkt des Franz Xaver Gruber Friedensweges

Diese Begebenheit brachte der Legende nach dem jungen Franz Xaver Gruber die väterliche Erlaubnis ein, Lehrer und Musiker zu werden. Im Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus wird an diese entscheidenden Kindheits- und Jugendjahre des Stille-Nacht-Komponisten erinnert. Die originale „Steinpointsölde“, Grubers Geburtshaus, wurde abgerissen. Das Gedächtnishaus, ein baulich nahezu identisches historisches Anwesen wurde 1976 aus der Nachbargemeinde Gilgenberg ins Ortszentrum von Hochburg versetzt, gleich neben die Kirche. Als das Haus 2012 zum Ausgangs- und Endpunkt des neu angelegten Franz Xaver Gruber Friedensweges wurde, entschlossen sich die in der Franz Xaver Gruber Gemeinschaft organisierten Hochburger, das historische Gemäuer mit einem regelmäßig geöffneten Museum zu beleben. Ein Jahr später, 2013, trat Johann Schwarzmayr das Amt des Kustos an und kümmert sich seither liebevoll um das Kleinod. Ehrenamtlich und ohne Bezahlung, wie alle, die sich hier engagieren. Museumsbesucher erinnert er stets humorvoll daran, dass die Türstürze aus dem 18. Jahrhundert sehr niedrig sind.


Ich bitte Sie, schlagen Sie uns mit ihren Köpfen nicht die Türbalken kaputt.

Auf der Suche nach der Stillen Nacht

Die Begeisterung in Hochburg für Franz Xaver Gruber und „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ ist nicht alleine auf den Museumskustos beschränkt. Jedes Jahr am 25. November, dem Geburtstag Grubers, ist die ganze Dorfgemeinschaft auf den Beinen um eine Laternenwanderung zu den sechs Stationen des Friedenswegs zu unternehmen. Und am dritten Adventwochenende ist ganz Hochburg auf den Beinen um ein für diesen Ort wahrlich gigantisches Projekt zu stemmen: Die Aufführung des Historienspiels „Auf der Suche nach der Stillen Nacht!“. Nahezu jeder Dorfbewohner hat eine Rolle in dem Stück, das der Entstehung des berühmten Liedes auf den Grund geht – bis zurück in Grubers Kindheit und Jugend in Hochburg-Ach. Es ist nicht wirklich überraschend zu erfahren, dass Johann Schwarzmayr auch auf der Bühne glänzt, in der Rolle des Lehrers Andreas Peterlechner, der das Talent des jungen Gruber erkennt und fördert.

Szene aus dem Historienspiel "Auf der Suche nach der Stillen Nacht" in Hochburg-Ach.

Johann Schwarzmayr auf der Bühne in seiner Rolle als Lehrer Peterlechner im Historienspiel "Auf der Suche nach der Stillen Nacht", rechts Josef Drbal als Pfarrer Simon Dobler.

Warum die Gruber-Begeisterung in Hochburg-Ach so groß ist? Johann Schwarzmayr lächelt verschmitzt: „Ja, mia ham halt den Gruaba nie vergessen.“ Und zum Beweis verweist er auf die Gedenktafel außen auf dem alten Schulhaus, die seit dem Jahr 1900 an den berühmten Sohn des Ortes erinnert. „Zu dieser Zeit hat man in Wagrain gar nicht mehr gewusst, wo genau man den Joseph Mohr begraben hat.“ Die eingängige, emotionale Melodie Grubers zu den von tiefer Friedenssehnsucht geprägten Textzeilen Joseph Mohrs – hier in Hochburg-Ach setzt die unsichtbare Kraft, die in dem einfachen Lied Stille Nacht steckt ein ganzes Dorf in Bewegung.

Die Station Afrika des Franz Xaver Gruber Friedensweges in Hochburg-Ach in winterlicher Nacht, beleuchtet von Laternen, die an der Skulptur abgestellt sind

Infos & Tipps - Hochburg-Ach und Franz Xaver Gruber

Auf der Suche nach der Stillen Nacht

Historischer Handwerksmarkt

Stille Nacht in Oberösterreich

Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus

Franz Xaver Gruber Friedensweg

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