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Die Mühlviertler Bio-Pioniere Mario und Josef Thauerböck

Jung und Alt
an einem Strang.

Das ist halt unser Weg

Am Biohof Thauerböck auf der Mühlviertler Alm bewegt sich "Alt und Jung" gemeinsam am Pfad zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bei einem Spaziergang über den Hof haben uns die Thauerböcks an ihren Gedanken, ihrer Geschichte und ihrer ganz eigenen Sicht der Dinge teilhaben lassen.


Alles was wir am Hof machen, machen wir hauptsächlich für uns als Familie. Nur ein bisschen mehr davon, dass andere auch etwas abhaben können.

Der Jungbauer Mario Thauerböck ist ein Visionär und Philosoph. Das wird jeder bestätigen, der schon einmal mit ihm an einem Tisch gesessen und sich unterhalten hat. Aber eben einer, der anpacken kann. Ein Macher mit ganz eigenen Ideen. Seit er am 12.12.2012 um 12.12 Uhr den Hof gemeinsam mit seiner Frau Monika übernommen hat, lenken die beiden die Geschicke am Biohof Thauerböck in Kaltenberg im Mühlviertel. Wobei das WER gar nicht wichtig ist, denn "ohne gemeinsames an einem Strang ziehen, würde gar nichts gehen. Wir arbeiten, ernten und wachsen alle zusammen."

Drei Generationen der Familie Thauerböck

Bio.Denken

Die Welt gehört den Mutigen. So oder so ähnlich könnte der Leitsatz der Thauerböcks sein. Denn das Quer- und Andersdenken hat Mario von seinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen. Schon in deren Zeit gingen sie immer andere Wege und wurden dafür oft belächelt. "Als wir uns 1992 für die Bio-Zertifizierung entschieden, gehörten wir zu den ersten in Oberösterreich. Uns war ein gesundes Lebensmittel immer wichtig, also erschien uns das als einzig richtiger Weg," erzählt Josef Thauerböck, der Senior, aus einer Zeit, in der er sich sehr viel von seinen Nachbarn anhören musste und nicht nur einmal als "Depperter" hingestellt wurde. Gemeinsam mit seiner Frau Herta hält er die kleine Enkelin an der Hand und blickt stolz über die Felder.

Heute gibt es auf der Mühlviertler Alm die meisten Biobauern des Landes. Der Weg der Thauerböcks hat sich längst als der richtige herausgestellt. Unter dem Namen Bioregion Mühlviertel haben sich mittlerweile mehr als 120 Betriebe zusammengeschlossen, um gemeinsam eine nachhaltige regionale Entwicklung zu sichern. "Natürlich war es am Anfang eine große Umstellung, aber schon nach wenigen Jahren durften wir schöne Ernten einfahren."

Die Produktpalette am Hof ist ebenso reichhaltig wie hochwertig. "80 Prozent der Lebensmittel, die bei uns täglich auf den Tisch kommen, machen wir uns selbst" erzählt Herta Thauerböck zufrieden. Kein Wunder, dass sich das Angebot, das hauptsächlich im eigenen Bio-Hofladen angeboten wird, quer durch das sprichwörtliche Gemüsebeet zieht. "In unserem Tun ist die Vielfalt besonders wichtig. Schließlich will man ja auch nicht jeden Tag dasselbe essen." Vom Weiderind, dem Wildmasthendl und den einzigartigen Kaltenberger Whiskyschweinen, über Dinkel- und Roggennudeln, Dinkel- und Roggenmehl, Dinkelgrieß und Dinkelreis, bis hin zum Pechöl, ein besonders altes Naturheilmittel, kann bei den Thauerböcks alles in bester Qualität bezogen werden.

Hier wird beim Pechölbrennen das kostbare Pechöl gewonnen.

Hoch.Prozentiges

Besondere Aufmerksamkeit bekommen die Thauerböcks seit vielen Jahren für ihre hervorragenden Destillate. Dabei sind sie auch hier zu Beginn in eine Richtung gegangen, die nicht von allen gut geheißen wurde. "Mit den alten Bauernbränden hat das nicht mehr viel zu tun", erzählt Mario und zeigt uns die neue Brennerei. "Wir veredeln ausschließlich Produkte vom Hof und aus der Region. Höchste Qualität ist dabei unser Anspruch. Und natürlich sind auch alle Brände zu 100 Prozent Bio." Neben verschiedenen Obstbränden, Likören und Gins ist es besonders Kaltenberger Whisky aus Kaltenberger Winterroggen, der unter Kennern für Furore gesorgt hat.


Diese alte, regionale Kultursorte war so gut wie ausgestorben. Wir haben die letzten Überbleibsel genommen, revitalisiert und destillieren daraus den Whisky.
Mario Thauerböck
Mario Thauerböck beim Schnapsbrennen

Auch bei diesem Thema kommt das philosophische Denken des Landwirts zu Tage. "Bei uns kann man heute in Fasspatenschaften investieren. In flüssiges Gold. In fünf Jahren bekommt man den doppelten Wert in Form von Whisky heraus. Natürlich muss man uns vertrauen, dass wir unser Wort halten und den Liter niemals unter dem heutigen Preis verkaufen werden. So erreichen wir Wertstabilität und haben ein Tauschmittel in der Hand, das auch noch hervorragend schmeckt und in seiner Charakteristik unsere Heimat, die Mühlviertler Alm, in seiner Ursprünglichkeit widerspiegelt."

Heimat.Verbunden

Der 'Ursprung der Lebensfreude'. Eine Bezeichnung für diese Region, hinter der die Thauerböcks voll und ganz stehen. "Auch wenn es für manche vielleicht eigenartig klingen mag, hier ist vieles noch so, wie es früher war. Früher hat man die Gegend als 'das Hinterland' bezeichnet. Heute sind wir froh darüber, ein bisschen abseits zu stehen und unser eigenes Ding machen zu können." Josef Thauerböck lacht verschmitzt hinter seinem Bart hervor.

Als das Hinterland würde die Mühlviertler Alm wohl niemand mehr bezeichnen. Die Wahrnehmungen haben sich verschoben und immer mehr Menschen suchen genau die Werte, die seit Generationen gelebt werden. "Bei uns ist man zufrieden mit dem was man hat," so der Senior weiter.


Wir sind bodenständig, offen für Neues und lassen trotzdem nicht zu, dass Altes, Bewährtes vergessen wird. Ich glaube, dem Mühlviertler ist ein Gleichgewicht sehr wichtig. Und alle haben Handschlagqualität.
Josef Thauerböck
Josef Thauerböck schaukelt seine Enkelin

Philosophie.Weltbild

Eine Qualität, die man leider nicht überall findet. "Wir haben generell ein sehr egozentrisches Weltbild auf diesem Planeten . Jeder nur für sich. Und dabei immer mehr. Doch es geht nur gemeinsam. Am Hof, in der Nachbarschaft, aber auch in der Region." Die Philosophie der Thauerböcks ist relativ simpel. Kooperationen eingehen, Vertrauen schenken und Verantwortung übernehmen. Dabei klein und fein bleiben und sich selbst verwirklichen. "Wir glauben an ein Leben zwischen den Polaritäten. Links-rechts, alt-neu, oben-unten... Und dazwischen können wir uns entfalten. In jede denkbare Richtung."

Blick in den Hof der Thauerböcks

Die Tipps der Thauerböcks auf der Mühlviertler Alm

  • Der Johannesweg: Ein toller Weitwanderweg, wenn man einmal drei bis vier Tage dem Alltag entfliehen will. Dabei lernt man die Mühlviertler Alm sehr gut kennen und kann sich bei uns am Hof im Schnapspavillon eine kleine Rast gönnen.
  • Das Kammerer Kreuz: Hierher kommen wir sehr oft, es liegt ja nicht weit oberhalb des Hofes am Johannesweg. Ein Kraftplatz, wie wir ihn sonst noch nie erlebt haben. Und der Blick bei Sonnenauf- und -untergang ist immer wieder wunderschön.
  • Tannermoor: Es ist eines der größten Latschenhochmoore Österreichs und man fühlt sich dort als wäre man mitten in der Einsamkeit Finnlands mit all seiner unberührten Natur, den Wäldern und dem vielen Wasser.
  • Das Pferdereich Mühlviertler Alm: Ein Paradies für Reiter und Wanderer. Dort gibt es über 650 Kilometer Reitwege und viele Reitstationen.
  • Der Kaltenberger Friedhof: Keine Attraktion in dem Sinn, aber mit all den Eisenkreuzen ein sehr sehenswerter, alter Bergfriedhof.

Diesen Beitrag über den Biohof Thauerböck hat Peter Zeitlhofer recherchiert und verfasst.

Weitere Infos zum Hof und zur Region

Biohof Thauerböck

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Johannesweg

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