Komm mit auf eine galaktische Reise und entdecke die Magie des Nachthimmels: Von der Sternschnuppen-Nacht im August und grandiosen, astronomischen Ereignissen quer durchs Universum, über die perfekten Plätze zum Sterne schauen, lichtarme Berghütten und den Sternenpark Attersee-Traunsee bis hin zu den besten Sternehotels, Sterngucker-Suiten, Star-Unterkünften sowie Sternwarten und Planetenwegen. Erlebe unvergessliche Sternstunden in Oberösterreich.
MICHELIN Sterne-Restaurants
Das Jahr startet funkelnd: Die Quadrantiden eröffnen im Jänner das Himmelsjahr mit einem kräftigen Sternschnuppenregen. Im Sommer folgen die Perseiden, das große Highlight für Sternenfreund:innen – warme Nächte, klare Sicht und unzählige Wünsche am Himmel. Im Herbst sorgen die Draconiden ufür Bewegung, bevor die Geminiden im Dezember das Jahr mit einem leuchtenden Finale beschließen. Dazu gesellen sich Sternenparaden, der Erdbeermond, Sonnen- und Mondfinsternisse und vieles mehr…
In der Nacht auf den 30. Juni erreicht der Erdbeermond um 01:57 Uhr seinen Höhepunkt. Als erster Vollmond nach der Sommersonnenwende zieht er ungewöhnlich tief über den Himmel und zeigt sich rund um den Mondaufgang oft in warmen Gold- und Orangetönen. Seinen Namen verdankt er der traditionellen Zeit der Erdbeerernte. Wer den Blick zum Horizont richtet, erlebt einen besonders stimmungsvollen Sommermond. Mondaufgang in Linz: 29. Juni 2026 um 21:18 Uhr.
In den frühen Morgenstunden des 12. August zeigt sich eine seltene Planetenkonstellation am Himmel: Jupiter, Merkur, Mars, Uranus, Saturn und Neptun reihen sich vwie an einer unsichtbaren Perlenkette vom Osten bis in den Südwesten auf. Die helleren Planeten sind mit freiem Auge gut sichtbar, für Uranus und Neptun lohnt sich ein Fernglas. Wer vor Sonnenaufgang den Blick nach oben blickt, erlebt ein seltenes Schauspiel kosmischer Harmonie – still, beeindruckend und voller Staunen.
Am 12. August zeigt der Himmel eines seiner seltensten Schauspiele: eine totale Sonnenfinsternis. Während die Zone der Totalität über Island, Spanien und Portugal zieht, ist das Ereignis auch in weiten Teilen Europas eindrucksvoll zu erleben. Die Sonne wird dabei großteils vom Mond verdeckt, das Licht verändert sich spürbar und die Welt wirkt für kurze Zeit wie verzaubert. Der Höhepunkt wird um 19:45 Uhr erreicht. Ein magischer Moment zwischen Tag und Nacht, der lange in Erinnerung bleibt.
Nach Einbruch der Dunkelheit folgt das große Finale eines außergewöhnlichen Himmeltages: die Perseiden. Dank Neumond herrschen 2026 nahezu ideale Beobachtungsbedingungen. In der Nacht vom 12. auf den 13. August ziehen unzählige Sternschnuppen über den Himmel, unter besten Bedingungen mehr als 90 pro Stunde. Viele davon leuchten besonders hell und hinterlassen lange Lichtspuren. Wer in dieser Sommernacht nach oben blickt, erlebt einen Himmel voller Magie und Sternenglanz.
Am 24. September übernimmt die Venus die Hauptrolle am Abendhimmel. Mit ihrer größten Helligkeit des Jahres zieht sie schon kurz nach Sonnenuntergang alle Blicke auf sich. Obwohl sie im Teleskop nur als schmale Sichel erscheint, leuchtet sie heller als zu jeder anderen Zeit des Jahres. Der Grund: Die Venus steht der Erde besonders nahe und reflektiert außergewöhnlich viel Sonnenlicht. Tief über dem südwestlichen Horizont funkelt sie wie ein heller Scheinwerfer in der Abenddämmerung – ein Anblick, der selbst zwischen den Sternen heraussticht.
Am 4. Oktober erreicht Saturn seine Opposition und präsentiert sich so eindrucksvoll wie sonst zu keiner anderen Zeit des Jahres. Der Ringplanet steht der Sonne am Himmel genau gegenüber, leuchtet besonders hell und begleitet die Nacht von Sonnenuntergang bis zum Morgengrauen. Im Sternbild Walfisch erscheint er als ruhiger, goldener Lichtpunkt, der sich deutlich von den funkelnden Sternen unterscheidet. Schon mit bloßem Auge ist Saturn ein faszinierender Anblick. Wer jedoch durch ein kleines Teleskop blickt, entdeckt sein berühmtes Ringsystem – ein Himmelswunder, das selbst erfahrene Sternenbeobachter immer wieder staunen lässt.
In der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober erreichen die Draconiden ihren Höhepunkt. 2026 sind die Bedingungen dafür besonders günstig: Der Mond bleibt nahezu unsichtbar und sorgt für einen angenehm dunklen Himmel. Die Draconiden zählen zwar zu den ruhigeren Meteorschauern des Jahres, faszinieren aber mit ihren langsamen, oft lang nachleuchtenden Sternschnuppen. Das Maximum wird am 9. Oktober gegen 03:00 Uhr erwartet. Wer in dieser Herbstnacht den Blick nach Norden richtet, erlebt vielleicht, wie der Drache seine funkelnden Spuren über den Himmel zieht.
Am 16. November rücken Mars und Jupiter am Nachthimmel ungewöhnlich nah zusammen und bilden ein beeindruckendes Paar im Sternbild Löwe, das mit bloßem Auge sichtbar ist. Jupiter strahlt hell und golden, während Mars mit seinem rötlichen Schimmer für einen reizvollen Kontrast sorgt. Die Begegnung ist bereits einige Tage vor dem Höhepunkt zu beobachten und bleibt auch danach noch sichtbar. Ein besonderer Himmelsmoment, bei dem zwei Planeten gemeinsam die Bühne des Nachthimmels erobern.
Zum Abschluss des Himmelsjahres zeigen die Geminiden noch einmal ihre ganze Pracht. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember erreicht einer der aktivsten Meteorschauer des Jahres seinen Höhepunkt. Unter besten Bedingungen ziehen bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel. Da der Mond bereits früh am Abend untergeht, stehen die Chancen auf einen dunklen Nachthimmel ausgezeichnet. Wer nach Mitternacht einen Ort fernab künstlicher Lichtquellen aufsucht, kann erleben, wie der Winterhimmel über Oberösterreich zu funkeln beginnt – ein magischer Jahresausklang voller Wünsche und Sternenglanz.
Der Astronom Johannes Kepler hat einen großen Teil seines Lebens in Linz verbracht. In der charmanten Donaustadt fand er den perfekten Platz, um seine genialen Berechnungen durchzuführen und die berühmten Kepler-Gesetze zu entwickeln – die zeigen, dass Planeten nicht im Kreis, sondern in coolen Ellipsen um die Sonne düsen. Kepler war ein kritischer Geist und oft gezwungen, umzuziehen: von Weil über Leonberg, Graz, Prag, Linz, Ulm bis nach Regensburg, wo er auf dem Weg zurück nach Linz starb. Aber in Linz, wo er von 1612 bis 1627 lebte, schuf er sein Meisterwerk, die Rudolphinischen Tafeln. In Linz kann man heute auf Keplers Spuren wandeln und mehr über diesen brillanten Astronomen und Mathematiker erfahren.
In Linz trifft man überall auf Johannes Kepler! Im Schlosspark steht ein Pavillon mit seiner lebensgroßen Statue, im Landhaus ein Brunnen mit seinen Planeten. Im Alten Rathaus am Hauptplatz finden Sie ein Medaillon mit Keplers Gesicht, und sogar das Linzer Fenster im Mariendom zeigt ihn. Die Monduhr am Alten Rathaus verrät, welche Mondphase gerade herrscht. Kepler ist in Linz allgegenwärtig!
Ein Picknick unterm Sternenhimmel? Eine Führung mit Expert:innen in der Sternwarte? In Oberösterreich gibt es ein buntes Angebot für sternsüchtige Nachtschwärmer:innen.
Der Naturpark Attersee-Traunsee gehört zu den dunkelsten Ecken der Erde. Die Dunkelheit der Naturnacht ist in dieser Region – mitten im Salzkammergut – intakt, sodass das Firmament klar zu sehen ist. Lichtverschmutzung stört hier so gut wie gar nicht, dafür sorgen zahlreiche Maßnahmen.
Dafür wurde diese Region von der International Dark Sky Association (IDA) zur ersten zertifizierten Sternenparkregion Österreichs ernannt. Damit ist Österreich erstmals in der Liste der "Dark Sky Places" vertreten – weltweit gibt es 150 Sternenparks, davon 35 in Europa.
Der Sternenpark Attersee-Traunsee sorgt dafür, die eindrucksvolle Nachtlandschaft bestmöglich zu erhalten und leistet damit einen wertvollen Beitrag zu einem gesunden Lebensraum für Mensch und Tier.