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Peter Leitner hat Pedacola erfunden. Die Hauptzutat für das helle Colasirup - die Eberraute - wächst im Mühlviertel, Leitners Heimat. Bevor sich der gelernte Koch hauptberuflich seinem Cola widmet, ist er in der Welt unterwegs, schwingt am Arlberg, in Irland und Guatemala den Kochlöffel, betreibt schließlich das Lokal Spirali in Linz. Experimentierfreudig ist er schon dort. Leitner stellt Sirupe und Säfte her, probiert sich an Birkenblättern und Vogelmiere. Bis das Pedacola entsteht. Heute lebt und arbeitet Peter Leitner in St. Thomas am Blasenstein im Mühlviertel.

Peter Leitner am Eberrauten-Feld

Was macht für Sie St. Thomas am Blasenstein und das Mühlviertel so einzigartig?

Seine Menschen, die weichen Hügel und vielen Bäche, der Wald und die grandiose Fernsicht.

Ich habe hier in St. Thomas meine Wurzeln und schon immer gewusst, dass ich eines Tages wieder hier leben werde. Seitdem ich wieder hier bin, freue ich mich jeden Tag über die Schönheit des Mühlviertels.

Sie sind hier aufgewachsen. An welche Orte Ihrer Kindheit kehren Sie immer wieder gerne zurück?

Besonders ist für mich die Zigeunermauer. Das ist eine Felsformation mitten im Wald, die wie eine Höhle wirkt. Man kann hier verweilen, unter den Granitblöcken Kraft tanken, oder einfach darunter hindurchgehen, den Felshaufen besteigen oder die tolle Aussicht ins Mühlviertel genießen. Das Spannende ist: Die Zigeunermauer diente angeblich Anfang des 19. Jahrhunderts dem Räuber Johann Georg Grasel einige Zeit als Unterschlupf. Sie dürfte auch sonst öfter Unterschlupf von fahrendem Volk gewesen sein. Der Ort hat einfach etwas Mystisches.

Peter Leitner bei der Zigeunermauer

Als Koch sind Sie viel in der Welt herumgekommen – wo ist es hier ganz international?

Ich denke hier an den Discgolfplatz in St. Thomas am Blasenstein in Richtung Rechberg. Hierher kommen viele internationale Spieler und tragen Turniere aus. Das alles gepaart mit der Lockerheit des Mühlviertels - das ist schon sehr nice!

Discgolf-Platz

In welchem Lokal schmeckt es für Sie nach Heimat?

Im Gasthaus Ahorner in dem ich quasi auch aufgewachsen bin. Mit dem jungen Wirt Christian Ahorner habe ich gemeinsam am Arlberg gekocht. Wir lernten uns eigentlich dort erst richtig kennen. Er kocht und bietet bodenständige Küche auf höchstem Niveau, auch Veganes. Das gesagt, muss ich gestehen: Er macht für mich eines der besten Beuscherl im ganzen Mühlviertel!

Gasthaus Ahorner

Wohin führen Sie Freunde – abgesehen vom Ahorner – zum Abendessen aus?

In Grein gibt es den Gasthof Zur Traube. Hier kann man sehr fein und bodenständig essen. Alles ist hausgemacht und ausgesprochen lecker. Empfehlen kann ich auch Zum Edi in Gutau. Hier isst Mensch auch großartig.

Wie lautet Ihr Unterkunftstipp für eine Nacht?

Mein Freund Albin betreibt mit seiner Lebensgefährtin Evelyn in Pierbach den Gasthof Populorum. Hier sind wirklich schöne Zimmer entstanden. Es gibt ein tolles Frühstück und am Abend kann man bei den beiden hervorragend essen.

Wo lassen Sie gerne einmal die Seele baumeln?

Bei mir zu Hause oder am Blasenstein. St. Thomas am Blasenstein ist ja sozusagen ein riesiger Fels - für mich strahlt dieser sehr viel Energie aus.

Peter Leitner bei der Zigeunermauer

Sie haben Lust auf Kunst und Kultur. Wohin zieht es Sie?

Ins Programmkino in Grein gehe ich sehr gerne. Das ist so ein großartiges "old-school-Programmkino". Und die Burg Clam ist natürlich ein Hot-Spot für Kultur in der Gegend. Es gibt aber auch kleine Festivals in der Region Strudengau - das Lake on Fire ist da sehr empfehlenswert. Es ist ein sehr nachhaltig ausgerichtetes Festival am Nepomukteich in Waldhausen. Hier muss man schnell sein, um Karten zu bekommen. Dort spielen sie Elektro Rock und Musik aus aller Welt in einer selten da gewesenen Qualität!

Welche drei Orte muss man in Ihrer Region gesehen haben, um sagen zu können: "Ich war da!“?

Auf jeden Fall am Blasenstein. Hier hat man den besten Rundumblick auf die Region: Auf der einen Seite sieht man bis zu den Bergen und auf der anderen blickt man auf die sanften Hügel des Mühlviertels. Man muss auch zu unserem "luftg'selchten Pfarrer", das ist ein mumifizierter Leichnam in der Gruftkammer unserer Kirche. Alleine beim Eintreten in die Gruft kommt einem die Gänsehaut. Und als dritten Ort, ja da muss man einfach zum Gasthaus Ahorner.

Foto: Oberösterreich Tourismus GmbH/Michèle-Pauty: Peter Leitner beim Blasenstein

Welcher Ort im Mühlviertel ist für Sie Natur pur?

Der Wald um St. Thomas am Blasenstein mit seinen Granitsteinen. Besonders schön ist hier der Wanderweg zur Burgruine Klingenberg. Wer weiter gehen will, kann dem Burgen- und Schlösserweg bis nach Ruttenstein in Pierbach folgen. Von dort geht es weiter nach Prandegg, durch den Bezirk Freistadt bis man schließlich nach Tschechien kommt - das ist ein guter Tipp für alle Weitstreckenwanderer.

Wald bei St. Thomas am Blasenstein

Welche Gerüche verbinden Sie mit Ihrer Heimat?

Der Bärlauch im Frühling, die Heuernte im Sommer, wenn man schon den Schnee riechen kann im Herbst und der Rauch, der aus den Schornsteinen zieht. Im Winter duftet die Heimat für mich nach selbstgesammeltem Kräutertee.

In Ihr Pedacola kommen ausschließlich natürliche Zutaten. Wo in der Region kaufen Sie persönlich gerne ein?

Ich kaufe gerne beim Nah und Frisch in St. Thomas am Blasenstein ein. Hier haben sich Menschen zusammengetan und einen Verein gegründet, um den Nahversorger zu erhalten, da dieser keine Nachfolger hatte. Es ist sehr wichtig, solche Strukturen zu erhalten. Speziell für ältere Menschen ist es eine große Erleichterung, wenn sie am Sonntag nach der Kirche ihre Erledigungen machen können. Auch der soziale Aspekt eines solchen Ladens ist nicht zu unterschätzen. Und: Wer auf der Suche nach einem typischen Souvenir aus der Gegend ist, wird hier ebenso fündig.

Worauf könnten Sie im Mühlviertel niemals verzichten?

"Ich möchte niemals auf den Ausblick vom Oberen Burgstall in St. Thomas am Blasenstein verzichten. Dort ist es einfach am schönsten."

Peter Leitner blickt vom Blasenstein ins Mühlviertel

Ausflüge rund um St. Thomas am Blasenstein

Perg

Kulturstadt, Einkaufsstadt, Wirtschaftsstadt, Bildungsstadt. Bekannt für die Tradition der Mühlsteinhauer und seit 2011 offizielle Friedensgemeinde.

Freistadt

Mittelalterliches Schmuckstück mit Türmen, Gässchen und Innenhöfen, einem eigenen Schloss und der letzten Braucommune Europas.

Mauthausen

Die Stadt hat ihre Wurzeln im 10. Jahrhundert und beherbergte das größte KZ des Zweiten Weltkrieges. Die Gedenkstätte ist heute ein internationaler Ort der Erinnerung.

Liebenau

Höchster Ort Oberösterreichs und flächenmäßig größte Gemeinde des Mühlviertels. Hier liegt mit dem Tannermoor das größte Waldhochmoor Österreichs.

Kefermarkt

Der Kefermarkter Flügelaltar ist eines der Hauptwerke der Gotik im deutschsprachigen Raum. Im Schloss Weinberg gibt's einen der schönsten Adventmärkte in ganz Österreich.

Königswiesen

Start für den 84 Kilometer langen Johannesweg durch die Mühlviertler Alm nach Pierbach. Sehenswert ist der Wackelstein, einer der größten des Mühlviertels.

Peter Leitners Frischluft-Tipps

  • Naturpark Mühlviertel
    Der Naturpark vereint die Gemeinden Allerheiligen, Bad Zell, Rechberg und St. Thomas am Blasenstein. Beeindruckend sind die gewaltigen Steinformationen. 
  • Lake on Fire-Festival
    Eines der feinsten Festivals für Heavy Underground Rock in ganz Österreich. Nachhaltig in vielen Belangen - ein Großteil des Erlöses geht an Sozialprojekte. 
  • Burgen- und Schlösserweg
    Wandererlebnis abseits jeglichen Massentourismus ab Grein bis Ceske Budejovice (knapp 130 km). Absolut sehenswert: die 15 Burgen entlang des Weges.

 

Mühlviertel Tourismus Information

Freistädter Straße 119
4041 Linz

Telefon: +43 732 7277-727
Fax:       +43 732 7277-9727

eMail:    info@muehlviertel.at 
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