© Foto: Oberösterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach: Restaurant Forthuber in Munderfing
Restaurant Forthuber in Munderfing

9 Wirtshäuser, die man in Oberösterreich kennen sollte. 

Das Wirtshaus: Wellnesskonzept für Leib und Seele. In der folgenden Liste finden Sie 9 legendäre Wirtshäuser mit echtem oberösterreichischen Charme.

Das Wirtshaus spiegelt seit jeher die Mentalität Oberösterreichs wider. Bodenständig, ehrlich, gastlich und gesellig. Aber immer auch ein bisschen nach vorne denkend. Oft wird man mit einem direkten und freundlich gemeinten "Hock di her!" empfangen.

Der Steegwirt in der Gemeinde Bad Goisern ist gelebte Geschichte. Das Welterbe-Wirtshaus ist eine der wenigen gut erhaltenen Renaissancebauten der Region. Das geschichtsträchtige Gebäude, in Kombination mit der guten Wirtshausküche, wäre eigentlich schon Grund genug einzukehren. Aber hier gibt es noch etwas Besonderes: Fritz Grampelhuber und sein Bruder Tamino bekochen nicht nur den Steegwirt, sondern auch auch die österreichische Männer- und Frauen-Fußballnationalteams. Und die Nationalfußballer und -fußballerinnen schwören auf den Goiserer Stöcklschmarrn vom Steegwirt. Den gibt‘s nämlich zur Belohnung nach einem Sieg auf dem Platz.

Idyllisch gelegen am Ufer der Traun liegt das älteste Gasthaus Bad Ischls: das Weinhaus Attwenger. In den historischen Stuben und Gemäuern des typischen Bad Ischler Hauses ist der Charme der Kaiserzeit noch immer spürbar. Das im 14. Jahrhundert erbaute Haus diente einem Salzfertiger und später den Salzhändlern als Einkehrrast um die hungrigen Bäuche zu füllen. Jetzt betreibt Familie Férs-Hildebrand mit viel Engagement das Restaurant. Auf den Spuren des weißen Goldes zaubert Küchenchef Tobias Fers exquisite Fischgerichte mit einer ganz besonderen Auswahl an Salzen. Auf der Speisekarte kommen neugierige Feinschmecker, Vegetarier genauso wie Verehrer der klassischen Küche auf ihre Kosten. Das Weinhaus Attwenger ist Mitglied der GenussRegion Österreich und wurden mit dem AMA Gastrosiegel ausgezeichnet.

Das Fischerhäusl in Urfahr ist das kulinarische Schaufenster zur Donau – hier trifft moderne Küche auf geschichtsträchtiges Ambiente. Das Restaurant wurde 1642 erbaut und zählt zu den ältesten Gebäuden des früheren Fischerdorfes. Das denkmalgeschützte Haus liegt direkt am Wasser und diente im 19. Jahrhundert als Zollstation für die Donau. Heute lädt der Gastgarten ein bei Tapas und Wein die Seele baumeln zu lassen. Wer vom guten Essen nicht genug bekommt, kann sich die Fischerhäusl-Qualität im Glas mit nach Hause nehmen. Mit der hauseigenen "Grünwald"-Linie können Klassiker wie das original Fischerhäusl "Beef Tartare Marinade" auch in den eigenen vier Wänden genossen werden. Dabei kann man sicher sein: alle Zutaten stammen von heimischen Produzenten.

Klingt nach einem erfundenen Werbespruch, ist es aber nicht. Denn niemand geringerer als Gustav Klimt hat das Gebäude des Litzlberger Keller auf einem Gemälde verewigt. Exakt jenes Bild erzielte dann 1996 sagenhafte 13 Millionen Euro bei einer Auktion. Ein Abendessen im Litzlberger Keller am Attersee ist da definitiv erschwinglicher. Vor fast 300 Jahren wurde das Haus als Lagerkeller der Brauerei Litzlberg genutzt, daher auch der Name. Heute sorgen Sandra und Kurt Schmiedleitner für das Know-How in der Küche. Sie verarbeiten nur hochwertige Produkte und nutzen dabei die Vielfalt der Region. Noch heute treffen sich gern Künstler und Künstlerinnen im Litzlberger Keller. Wahrscheinlich  weil die besondere Anziehungskraft die bereits Gustav Klimt hier verspürte, noch immer genau so wirkt.

Wer die Wirtshauskultur in seiner besten Form erleben möchte, ist beim Mühlviertler Hof in Schwertberg genau richtig. Die Philosophie des Familienbetriebes "Wir z’Haus – Freund sein und Feste feiern" ist hier Programm. Hier vereinen sich Mühlviertler Herzlichkeit und familiäre Gastfreundschaft. Nicht umsonst ist das Gasthaus für sein Wohlfühl-Ambiente beliebt und bekannt. Die Speisekarte reicht von saisonalen Speisen aus der traditionellen österreichischen Küche bis hin zu internationalen Schmankerln.

Bei Edi Priemetshofer in Gutau haben vor allem zwei Dinge viele Jahrzehnte überstanden: der alte Holzherd und die Rezepte von der Oma. Durch die Küche weht aber ein frischer Wind. Das Konzept ist saisonale Kulinarik: viele regionale Spezialitäten werden von befreundeten Bauern und Jägern bezogen. Die Gerichte von Edi schmecken ausgezeichnet, ganz egal ob sie in der urigen Färberstuben, im Jägerstüberl, im Stadl, in der modernen Bar oder im sonnigen Gastgarten genossen werden. Fazit: sich mal wieder bewusst Zeit für vorzügliches Essen, gute Getränke und gesellige Stunden zu nehmen, trägt definitiv zum Wohlbefinden bei.

Der Wirt z'Kraxenberg ist iener der Gourmet-Treffpunkte im Innviertel. Kennt man das Wirtshaus nicht, könnte man an der Bundesstraße die Ausfahrt zum eher unscheinbaren Gebäude leicht verpassen. Was jedoch überaus schade wäre, denn Sybille und Florian Schlöglmann haben sich mit viel Passion und Fleiß nicht nur in die Herzen ihrer Gäste, sondern auch in diverse Gastronomieführer gekocht. Im Wirtshaus z'Kraxenberg wird ehrlich und authentisch gekocht. Man merkt, dass Florian Schlöglmann sein Handwerk nicht nur bestens versteht sondern auch wirklich lebt. Das seit 1892 familiengeführte Wirtshaus verlässt niemand enttäuscht. Vielmehr will man immer wieder kommen und diese perfektionierte Form der regionalen Küche in vollen Zügen genießen.

An einem der schönsten Plätze im Salzkammergut, am Ostufer des Traunsees, befindet sich das Landhotel Gasthof Grünberg am See. Die Restaurantterrasse lädt zum genussvollen Entspannen ein. Die Spezialität des Hauses ist, neben Wild und dem Kirchamer Junglamm, die Fischvielfalt des Traunsees. Saiblinge, Reinanken und Forellen werden laufend frisch geleifert und zubereitet. Große Kulinarik-Freunde können bei einem Kochkurs ihre Kenntnisse vertiefen – denn Kochen mit heimischem Wild lernt man am besten von den Profis. Da der Restaurantführer Franz Pernkopf auch Bierzapfmeister ist, verwundert es nicht, dass das Restaurant eine Unzahl an Biersorten anbietet. Ein Besuch auf der Seeterrasse mit Blick auf Schloss Orth zahlt sich immer aus – egal ob man nur auf ein Bier vorbeischaut oder gleich zum Essen bleibt.

Im Gasthaus Post ist alles so und doch ganz anders. Das junge Betreiberpaar hat eine Vorliebe für Gegensätze: traditionelle und moderne Räume reihen sich aneinander, serviert werden bewährte Wirtshausküche und spannende Eigeninterpretationen. Es gibt Schweinsbratl und Backhendl gleichermaßen wie Mühlviertler Sushi und Tafelspitz sous vide gegart. Hier wird mit viel Leidenschaft Besonderes geschaffen. Das ungezwungene Zusammenspiel von Gegensätzen, die authentische Gastfreundlichkeit und die originelle Küche machen das Gasthaus Post zu dem, was es ist.

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