Huck di her,
dann samma mehr.
In Oberösterreich feiern wir gerne. Wir lieben Musik und Theater. Und halten unsere Traditionen lebendig. Vor allem aber laden wir unsere Gäste gern ein, mit dabei zu sein. Die Stimmung mitzuerleben, wenn die Glöckler durch die Winternacht laufen. Uns bei alten Handwerkstechniken über die Schulter schauen. Beim Festivalsommer in Oberösterreich in der ersten Reihe sitzen. Und dabei erfahren, was Oberösterreich ausmacht.
Schützenswerte Bräuche, Traditionen und Handwerkstechniken fasst die UNESCO unter dem Begriff “Immaterielles Kulturerbe” zusammen.
Ein Schatz, zu dem Oberösterreich wertvolle Beiträge leistet. Der Blaudruck steht als traditionelle Handwerkstechnik auf der internationalen Liste des Immateriellen Kulturerbes. Er wird nur noch in wenigen Ländern Europas ausgeübt. Eine seiner Hochburgen ist das oberösterreichische Mühlviertel, wo in Bad Leonfelden noch eine Werkstatt aktiv ist und in Gutau das Färbermuseum zu besichtigen ist.
Auch auf der nationalen Liste des Immateriellen Kulturerbes findet sich eine ganze Reihe an Handwerks-Traditionen, die in Oberösterreich nach wie vor ausgeübt werden: Das Anfertigen von Hinterglasbildern ist für den Ort Sandl im Mühlviertel typisch. Ebenfalls im Mühlviertel wird Pechöl gebrannt. Die Mautrommel ist ein Musikinstrument, das ausschließlich in Molln, am Rande des Nationalparks Kalkalpen gefertigt wird. Das Schmieden der Trattenbacher Taschenfeitel, die Herstellung der Linzer Goldhaube oder die Tradition der Linzer Dombauhütte sind ebenfalls Beiträge aus Oberösterreich zum Immateriellen Kulturerbe.
Nicht weniger groß ist Beitrag des oberösterreichischen Brauchtums zum Immateriellen Kulturerbe: JEdes Jahr in der Nacht vom 5. auf den 6. Jänner ziehen die Glöckler mit ihren Lichterkappen durch zahlreiche Orte des Salzkammerguts. Vor allem in Ebensee und Bad Ischl wird der Brauch der “Kripperlroas” gepflegt, der Besuch großer Landschaftskrippen in Privathaushalten. Im Fasching sind die Ebenseer Fetzen los. Und in Gmunden feiert man den “Liebstattsonntag” in der Fastenzeit mit verzierten Lebkuchenherzen. In Windischgarsten ist jedes Jahr am 5. Dezember der "Niglo-Umzug" unterwegs. Und in Steyr begeistern die Szenen des Stabpuppentheaters “Steyrer Kripperl” in der Advent- und Weihnachtszeit Groß und Klein. Ein besonderer Feiertag, der nur in Bad Ischl begangen wird ist der herbstliche “Liachtbratlmontag”.
Die Oberösterreicher und die Musik - diese Beziehung gleicht einer ewig jungen Liebe. Kein Wunder also, dass der Komponist der Melodie zu "Stille Nacht! Heilige Nacht!", Franz Xaver Gruber, Oberösterreicher war. Das berühmteste Weihnachtslied der Welt ist übrigens - erraten - ebenfalls Immaterielles Kulturerbe im Sinne der UNESCO.
In der Festivalsaison ist ganz Oberösterreich Bühne. Von den Seen des Salzkammergutes über lauschige Schlossgräben und historische Arkadenhöfe - die schönsten Plätze in ganz Oberösterreich werden Teil der Inszenierungen des Oberösterreichischen Kultursommers.
Dem sommerlichen Kulturgenuss sind keine Grenzen gesetzt: Operette an einem lauen Sommerabend unter freiem Himmel, der Ruf des Jedermanns im Dialekt, Konzerte in Kirchen und Schlössern und mitreißende Jazz- oder Blasmusiktöne.
Weil so ein warmer Sommerabend nach dem letzten Vorhang noch nicht vorbei ist, spricht vieles dafür, ihn mit feinen Genüssen aus Küche und Keller ausklingen zu lassen.