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Adalbert Stifter erleben

Vor 150 Jahren starb Adalbert Stifter in Linz. 2018 bietet gute Gelegenheiten, den Dichter aus dem Böhmerwald von neuen Seiten zu entdecken. Denn Stifter war mehr als ein akribischer Naturbeobachter. In seinen Werken wird ein feiner Sinn für menschliche Abgründe sichtbar.

Eine ganze Reihe an Veranstaltungen in seinen Lebensorten spürt dem zeitlosen und modernen Stifter nach. In Kremsmünster, wo er das Stiftsgymnasium besuchte. In Kefermarkt, wo er als Denkmalschützer den gotischen Flügelaltar rettete. In Kirchschlag, wo er zur Erholung weilte. Und natürlich in Linz, wo er wohnte, starb und begraben liegt.

Booklet Stifter 2018

Themenstraßen in Oberösterreich

Themenstraßen erschließen Kunstschätze. Sie spüren altem Handwerk nach, folgen historischen Reisewegen, erschließen romantische Orte.

Themenstraßen

Sehenswürdigkeiten mit Kultur

Klöster, Burgen, Museen und Galerien

Der Mensch formt die Landschaft zum Kulturraum. Dabei hinterlässt die Geschichte Spuren, die uns immer wieder überraschen und in Staunen versetzen: Burgen und Schlösser sind Stein gewordene Zeugen mittelalterlicher Wehrhaftigkeit und adeliger Prachtentfaltung. Klöster und Stifte tragen Jahrhunderte an Tradition in sich und sind doch fest in der Gegenwart verwurzelt. Museen sind Fenster in die Vergangenheit und Bewahrer künstlerischen Schaffens.

Oberösterreich ist ein lebendiger Kulturraum, in dem an jedem Tag und  in jeder Minute Kunst erschaffen oder neu interpretiert wird. Sichtbar, hörbar und spürbar wird dieses Schaffen in Konzert- und Theaterhäusern oder in zahlreichen Galerien und Ausstellungen.

Sehenswürdigkeiten
Legionär mit Feldzeichen beim Römerfest in Enns.

Die Römer in Oberösterreich

500 Jahre lang war Oberösterreich Teil des "Imperium Romanum". Ovilava und Lauriacum kennen wir heute als Wels und Enns. Ein halbes Jahrtausend, das bleibende Spuren hinterlassen hat. Die Römer wussten um die guten Ackerböden des Innviertels und um den Erholungswert des Attersees. Und sie bewachten die Grenze an der Donau, den Limes.

Auf den Spuren Roms

Brauchtum und Tradition

So ist es bei uns Brauch

Die Brauchtumspflege ist im Kulturleben der Oberösterreicher tief verwurzelt. Das ganze Jahr über gibt es Anlässe, alte Traditionen mit Leben zu füllen.

Das Brauchtumsjahr beginnt gleich am 5. Jänner mit einem Höhepunkt, den Glöcklerläufen im Salzkammergut. Die närrische Zeit des Faschings hat in Ebensee am Traunsee ihre Hochburg, wo die "Fetzen" den Ort unsicher machen. Der Traunsee hat übrigens auch einen der schönsten Bräuche der Fastenzeit hervorgebracht, den Liebstattsonntag.

Die Fronleichnamsprozession auf dem Hallstättersee, Sonnwendfeuer im ganzen Land oder der "Liachtbratlmontag" in Bad Ischl im Herbst - jede Jahreszeit bietet zum gemeinsamen feiern Anlass. Vor allem aber der Advent mit seinen Christkindlmärkten, Adventsingen und besinnlichen Stunden.

Brauchtum

Im Porträt

Miriam Fussenegger und Maria Hofstätter drehten im Sommer 2017 im Mühlviertel einen der beliebten Landkrimis. Wir  trafen die Oberösterreicherinnen zum Interview. Felix Winkler ist Grafikdesigner, Mit-Erfinder der Spielzeug-Idee "Kinderholz" und Bad Ischler. Er zeigt uns seine Stadt.

Handgemacht

Von der Maultrommel bis zur Lederhose

Jede Region Oberösterreichs hat ihre Handwerkstraditionen. Im Enns- und Steyrtal steht das Eisen im Mittelpunkt, wie etwa die Mollner Maultrommeln oder die Trattenbacher Feitel beweisen. Das Mühlviertel ist nach wie vor eine Hochburg der Leinenerzeugung und -verarbeitung. Aber auch Glas und der kunstfertige Umgang damit spielte hier lange eine große Rolle, zum Beispiel die Hinterglasmalerei in Sandl.

Im Salzkammergut ist die Tracht Teil des Alltags. Die passende Lederhose, der richtige Hut oder die Goiserer Schuhe werden in Handarbeit gefertigt. Dazu gibt's das eine oder andere trendig-traditionelle Accessoire, wie Brillen aus Hirschhorn.  Ein Zuhause für die Handwerkskultur im Salzkammergut ist das "HAND.WERK.HAUS" in Bad Goisern.

200 Jahre "Stille Nacht! Heilige Nacht!"

Am Heiligen Abend 2018 ist es 200 Jahre her, dass ein Hilfspriester aus Salzburg und ein Lehrer aus Oberösterreich zum ersten Mal das Weihnachtslied "Stille Nacht! Heilige Nacht!" anstimmten. Joseph Mohr schrieb den Text, der Innviertler Franz Xaver Gruber vertonte die Zeilen. Tiroler Sängerfamilien trugen das Lied in die Welt. Heute wird es in mehr als 300 Sprachen und Dialekten gesungen.